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Kiel Schaurige Schnäppchenjagd
Kiel Schaurige Schnäppchenjagd
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08:33 25.03.2014
Von Jennifer Ruske
Wer zaubern oder hexen will, braucht jedoch zwingend einen passenden Hut. Den finden (von links) Claudia Fink, Sarah Dummann und Kristin Hansen am Stand von Grusellabyrinth-Geschäftsführerin Ina Schliemann. Quelle: JR
Kiel

Die Fans kamen in Scharen und freuten sich über schaurige Schnäppchen. Mit diesem Ansturm hat niemand gerechnet: Um 11 Uhr sollte der Gruselflohmarkt eigentlich starten, um 10 Uhr standen sich bereits die ersten Fans vor den Toren des Labyrinths die Beine in den Bauch, erzählen Ina und Holger Schliemann, die zusammen mit Carsten Föhrweißer Deutschlands größtes Grusellabyrinth leiten. Kaum zwei Stunden später sind die Kisten und Kästen auf den Tischen im Restaurant fast leer. Weihnachtsdekorationen, Kostüme, Laternen, Halloween-Schmuck, aber auch Töpfe, Geschirr und Becher aus der hauseigenen Restauration fanden ihren Weg aus dem Labyrinth zu den Fans.

„Wir feiern eine Halloween-Party und suchen dafür Kostüme und Deko“, erzählen Sarah Dummann und Kristin Hansen (beide 16). Nach Halloween-Schmuck hält auch Barbara Schöttler (29) Ausschau. In den Spiegel mit den Totenköpfen hat sie sich gleich verliebt. Verliebt hat sich auch Linus (3) – in einen Mond. Was früher mal Teil einer Gespenstershow war, wird jetzt im Kinderzimmer für schöne Träume sorgen, sind sich seine Eltern Teresa und Andre sicher. Ein Andenken an das Grusellabyrinth wollen Erich und Ursula Kieckbusch mit nach Hause nehmen. „Wir sind alte Raisdorfer und kennen die Familie Schliemann schon sehr lange“, erklärt die 72-Jährige, die es „sehr schade“ findet, dass das Labyrinth umzieht. „Unser Enkel Niklas hat hier mitgespukt. Er würde gern für Euch weiterarbeiten, aber die Schule geht vor“, erzählt sie Holger Schliemann. Der Geschäftsführer und seine Schwester Ina verfolgen mit einem lachenden und weinenden Auge den Ansturm auf die Dinge, die einen Teil der Geschichte des Grusellabyrinths darstellen. „Gerade die Dinge, die wir selbst für die Shows gebaut haben, gibt man oft nur schweren Herzens her“, erzählt Schliemann. „Wir wissen aber unsere Requisiten und Kostüme bei den Fans und Stammkunden in guten Händen.“ Den Fans des Labyrinths haben sie viel zu verdanken, wissen die Geschwister. „Sie haben das Grusellabyrinth immer unterstützt.“ Umso schwerer fällt der Abschied von Kiel.

 Doch noch sind die Untoten da und freuen sich auf „Frischfleisch“: Zum Beispiel bei der Dinner Show plus Autogrammstunde des Wächters am 28. März. Am Sonnabend, 29. März, wird sich das Ensemble mit dem „total verrückten Grusellabyrinth“ verabschieden und am letzten Tag der Kieler Saison, am Sonntag, 30. März, ist so lange offen, bis auch der letzte Fan Abschied genommen hat. Am Sonntag, 6. April, startet ab 11 Uhr der Verkauf von Gastro-Zubehör und Restaurantausstattung sowie von Großkulissen (Anfragen unter mail@grusellabyrinth.de). Im Herbst/Winter geht der Grusel dann in Nordrhein-Westfalen weiter.