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Kiel 2,1 Millionen Euro für Fördefähren
Kiel 2,1 Millionen Euro für Fördefähren
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08:00 03.02.2019
Von Frank Behling
Die neue Kieler Fördefähre "Gaarden" wird in den Niederlanden gebaut. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Einen Förderbescheid über fast 2,1 Millionen Euro übergab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Berlin dem Kieler Bundestagsabgeordneten Mathias Stein (SPD). Das Geld stammt aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“, mit dem umweltverträgliche Verkehrsprojekte in den Städten gefördert werden, die besonders mit Grenzwertüberschreitungen bei Luftschadstoffen zu kämpfen haben.

Programm sieht Bau von vier neuen Fähren vor

Die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) hat deshalb kurz vor Weihnachten ein 16 Millionen Euro teures Erneuerungsprogramm zum Bau von vier neuen Fördefähren gestartet. Die erste Fähre soll auf der Werft Holland Shipyards in Hardinxveld (Niederlande) für 3,9 Millionen Euro gebaut werden und in einem Jahr als „Gaarden“ nach Kiel kommen. Für den Neubau der „Gaarden“ und den Neubau einer vollelektrischen Fähre für die Schwentinelinie F2 ist jetzt der Förderbescheid bestimmt. Mit dem Geld soll auch die notwendige Ladeinfrastruktur an den Anlegern und dem Betriebshof der Fährschiffsflotte entstehen.

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Hoffnung ruht auf Fahrradfähre für die Schwentine

„Bei der Umstellung auf emissionsfreien Verkehr müssen wir nicht nur den Straßenverkehr, sondern alle Verkehrsträger in den Blick nehmen. Es ist gut, dass der Bund die Kommunen bei diesem Mobilitätswandel unterstützt“, kommentierte der Bundestagsabgeordnete Mathias Stein die Förderung. Er ist Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags. Große Hoffnungen wird dabei besonders auf eine neue Fahrradfähre für die Schwentine gesetzt.

SFK plant Ausschreibung eines vollelektrischen Schiffes

Bei der Reederei ist man mit dem Projekt schon sehr weit. „Die SFK verfolgt das Ziel, dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterin zeitnah eine Beschlussvorlage zur europaweiten Ausschreibung einer möglichst vollelektrischen Fähre mit erhöhter Beförderungskapazität für Fahrräder für die Linie F2 zur Entscheidung vorzulegen“, heißt es auf Nachfrage bei der Reederei. Aufgrund dieser Vorlaufzeit ist eine Fertigstellung des Schiffes erst Ende 2020 zu erwarten.

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