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Kiel Fregatte aus Algerien zur Inspektion
Kiel Fregatte aus Algerien zur Inspektion
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16:49 11.03.2018
Von Frank Behling
Die Fregatte „Erradii“ wird von zwei Schleppern am Sonntag zur Werft TKMS gezogen. Das Kriegsschiff aus Algerien fuhr mit Polizeibegleitung über die Förde. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die Bedingungen für ein möglichst unauffälliges Einlaufen waren ideal. Im dichten Nebel fuhr am Sonntagmorgen ein großes Kriegsschiff aus Algerien in die Kieler Bucht. Begleitet von dem Polizeiboot „Brunswik“ und den Schleppern „Holtenau“ und „Kitzeberg“ steuerte die 121 Meter lange Fregatte „Erradii“ kurz nach 8 Uhr die Werft ThyssenKrupp Marine Systems an.

Das 3500 Tonnen verdrängende Kampfschiff ist eine der modernsten Einheiten der Marine Algeriens. Der Besuch in Kiel wurde seit Wochen geplant und abgestimmt. Es handelt sich um einen Besuch im Rahmen der Garantie für das Kampfschiff. Die „Erradii“ wurde im Februar 2016  an Algerien übergeben. Das Schiff war von Kieler Werft German Naval Yards im Auftrag von TKMS in nur zwei Jahren gebaut worden. Seit April 2016 war die „Erradii“ für die Marine des nordafrikanischen Landes im Einsatz.

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Der Grund für die Rückkehr nach Kiel ist laut KN-Informationen eine Inspektion im Rahmen der Garantie der Bauwerft. Für mehrere Wochen wird das Schiff in Kiel im Dock 7 jetzt überprüft. Im Sommer soll die Fregatte wieder nach Algerien zurückkehren. Die Werft macht zu dem Schiff und den Arbeiten keine Angaben, da dies vom Kunden aus Algerien so gewünscht wird.

Das Schiff ist zusammen mit der 2017 überführten Fregatte „El Moudamir“ in Oran stationiert. Die Schiffe gehören zum Typ der Meko-Fregatten, die von TKMS speziell für den Export angeboten werden. Schiffe dieses Typs fahren beispielsweise in Südafrika, der Türkei oder Griechenland.

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