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Kiel Opposition attackiert die Stadt Kiel
Kiel Opposition attackiert die Stadt Kiel
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20:42 11.07.2019
Von Kristian Blasel
Das Freibad Katheide aus der Luft: Aus Sicherheitsgründen ist weiterhin Wasser in den Becken - obwohl die Tore wegen der geplanten Sanierung für die Öffentlichkeit geschlossen sind. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

„Es ist Niemandem geholfen, wenn die Kommunalpolitik hier nicht sorgfältig vorgeht und Einwände sowie Empfehlungen der städtischen Rechnungsprüfer ignoriert“, sagt etwa FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke. Arne Langniß, Fraktionschef der Grünen, bleibt zwar optimistisch, dass die Sanierung bis zur Saison 2020 klappt. Aber „es ist einfach so, dass es derzeit kaum Anbieter gibt, die in der Lage sind, Edelstahlbecken zu bauen.“ Wie berichtet ist die Ausschreibung des Bauhauptgewerks für das Freibad nach einem Veto des Rechnungsprüfungsamts vorerst geplatzt. Das Amt hat sowohl die Ausschreibung als auch das einzige Angebot einer Kieler Firma als mangelhaft gerügt.

CDU-Kandidat Andreas Ellendt sorgt sich ums Image der Stadt

Deutliche Kritik gibt es dagegen aus den Reihen der Opposition. Andreas Ellendt, Oberbürgermeisterkandidat der CDU, hält es für einen Fehler, dass das Bad in dieser Saison geschlossen wurde. Ellendt „wundert sich auch, warum Baufirmen um Ausschreibungen der Stadt einen großen Bogen machten“. Es schade dem Image der Stadt gewaltig, „wenn Baustellen im Wochentakt ins Gerede kommen“. Der OB dürfe die Probleme, die sich angehäuft hätten, nicht mehr „weglächeln“.

Björn Thoroe, Oberbürgermeisterkandidat der Linken, fordert die Stadt auf, „das Freibad sofort zu öffnen und währenddessen die Sanierungsarbeiten vorzubereiten“. Zudem bedürfe es „nach dieser erneuten Ausschreibungspanne“ einer grundsätzlichen Überprüfung der Abläufe innerhalb der Stadtverwaltung bei Ausschreibungen. Dass Katzheide nicht öffnet „ist ein soziales Fiasko“. Es sei für manche Kinder und Jugendliche aus Gaarden die einzige Möglichkeit, im Sommer schwimmen zu gehen.

SSW nennt Bäderpolitik in Kiel "ein Desaster"

Für SSW-Fraktionschef Marcel Schmidt ist die Bäderpolitik in Kiel „ein einziges Desaster“. Die Versprechungen der Verwaltung zum Sanierungszeitplan „haben sich als falsch herausgestellt“. Schmidt kritisierte zugleich den Beschluss der Rathaus-Kooperation, die Errichtung eines Stadtstrandes zu prüfen. „Den Menschen in Gaarden macht man ihr Freibad dicht und gleichzeitig will man einen Prosecco-Stadtstrand für die Besserverdiener aufschütten“, behauptet Schmidt. Und Ratsherr Andreas Halle von der Fraktion kritisiert, dass das Bad geschlossen wurde, „ehe die Tinte unter dem Bauvertrag trocken war“.

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