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Kiel Fridays for Future: Diese Route sah die Stadt Kiel vor
Kiel Fridays for Future: Diese Route sah die Stadt Kiel vor
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09:55 20.09.2019
Von Kristiane Backheuer
In den vergangenen Monaten fanden in Kiel bereits mehrere größere Demos von Fridays for Future statt.  Quelle: Ulf Dahl (Archiv)
Kiel

Die Kundgebung von Fridays for Future am 20.09.2019 in Kiel beginnt um fünf vor 12 auf dem Rathausplatz.

Kurz vor der für Freitag geplanten Großdemonstration in der Kieler Innenstadt gibt es heftigen Streit zwischen Klima-Aktivisten und der Verwaltung über den Verlauf des Protestzugs. Die Ortsgruppe von Fridays For Future (FFF) hat Rechtsmittel gegen die von der Stadt festgelegte Strecke eingelegt.

Fridays for Future: Folgende Route sah die Stadt Kiel ursprünglich vor

Nach der Auftaktkundgebung sollte es weiter gehen in Richtung Asmus-Bremer-Platz, Hafenstraße, Andreas-Gayk-Straße, Sophienblatt, Raiffeisenstraße.

Zwischenkundgebung auf dem Platz der Matrosen

Auf dem Platz der Matrosen im Bahnhofsvorfeld sollte es eine Zwischenkundgebung geben. Dann sollten die Teilnehmer weiter Richtung Raiffeisenstraße, Sophienblatt, Rondeel, Hamburger Chaussee und rechts auf den Theodor-Heuss-Ring ziehen. Eine Vollsperrung für den Verkehr sei hier nach Aussage der Stadt nicht nötig, weil die rechte Spur zum Ausfädeln Waldwiesenkreisel bis zum Einfädeln Winterbeker Weg ein Teil der Demoroute werden sollte.

Ursprungsroute: Keine Vollsperrung auf dem Theodor-Heuss-Ring

Zum Schutz der Demonstranten sollte auf dem Theodor-Heuss-Ring kurzfristig allerdings die rechte Geradeausspur Richtung Norden gesperrt werden. Autofahrer hätten mit Behinderungen und Staus rechnen müssen.

Geplant war anschließend eine Zwischenkundgebung auf der Auffahrt zum Winterbeker Weg. Die Route der Klimademo sollte dann weiter über Winterbeker Weg, Lantziusstraße, Saarbrückenstraße, bis zum Westring führen.

Fridays for Future in Kiel: Abschlusskundgebung auf dem Exerzierplatz

Am Fahrbahnrand auf dem Schützenwall war eine erneute Zwischenkundgebung geplant. Zur Abschlusskundgebung sollten sich die Teilnehmer anschließend auf dem Exerzierplatz versammeln. 

Interaktive Karte: So sah die von der Stadt Kiel vorgesehene Route aus

Viele Unternehmen unterstützen die globale Protestaktion am Freitag mit flexiblen Arbeitszeitregelungen. So werden deutschlandweit 1600 Unternehmen mit ihren Mitarbeitern auf die Straße gehen. Andere deklarieren den Streik als Betriebsausflug oder geben ihren Mitarbeitern frei.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft dazu auf, an der Protestaktion teilzunehmen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat seine 400.000 Mitglieder aufgerufen, ihre Mittagspause, Urlaub oder Überstunden für die Teilnahme an der Protestaktion zu nutzen.

Die 5322 Beschäftigten der Kieler Stadtverwaltung müssen eine Teilnahme in ihre Freizeit verlegen. „Beschäftigte, die im Geltungsbereich der gleitenden Arbeitszeit tätig sind, können im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten in Absprache mit der Führungskraft selbst entscheiden, ob sie ihre Arbeit unterbrechen oder früher beenden wollen, um an dem Klimastreik teilzunehmen“, heißt es aus dem Presseamt der Stadt. 

Im Kieler Rathaus wird am Donnerstag die Beschlussvorlage „Climate Emergency, erste Beschlüsse zur Resolution“ beraten. Die Kieler SSW-Ratsfraktion unterstützt die Fridays-For-Future-Bewegung und freut sich über die Unterstützung aus der Gesellschaft. "Die Teilnehmer sorgen dafür, dass die Klimaschutzmaßnahmen der Landeshauptstadt Kiel schneller zur Umsetzung kommen", so der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt. „Wir begrüßen den Aktionstag und empfehlen allen, denen es möglich ist, die Teilnahme an der Demonstration."

In insgesamt 115 Ländern hat die Fridays-For-Future-Bewegung zum Klimastreik aufgerufen. An 450 Orten deutschlandweit sind Aktionen geplant. Davon 30 in Schleswig-Holstein.

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Hier wird in Schleswig-Holstein demonstriert 

Fridays for Future: Druck auf die Politik, um eine Klimakrise abzuwenden

Ziel der Fridays-For-Future-Bewegung ist es, gemeinsam mehr Druck auf die Politik zu machen, um eine Klimakrise abzuwenden. Die Bewegung setzt sich für möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen ein. 

Alle Informationen zur Protestaktion gibt es unter www.fridaysforfuture.de.

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Mitarbeiter der Stadt Kiel dürfen an diesem Freitag nicht während der Arbeitszeit am weltweiten Klimastreik der Bewegung Fridays For Future teilnehmen. "Eine Teilnahme ist Freizeit", stellte der für Ordnung zuständige Stadtrat Christian Zierau klar.

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