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Kiel "Noch sind unsere Ziele nicht erreicht"
Kiel "Noch sind unsere Ziele nicht erreicht"
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08:06 28.05.2019
Von Karen Schwenke
Moritz von Courten (18) von der Kieler Gelehrten-Schule ist seit Beginn im Team von „Fridays for Future“. Die Organisatoren treffen sich jede Woche in der Alten Mu - und wollen weitermachen. Quelle: privat hfr
Kiel

KN-Online: Die Grünen haben die Europawahl in Schleswig-Holstein gewonnen und sind erstmals stärkste Partei. Was glauben Sie im Organisationsteam: Welchen Anteil hatte „Fridays for Future“ an dem Wahlausgang?

Moritz von Courten: Wir haben zusammen mit vielen anderen Klimaschutzorganisationen die Europawahl zur Klimawahl erklärt und auch erreicht, dass dieses so unglaublich wichtige Thema bei der Wahl auch eine zentrale Rolle gespielt hat. An dem guten Ergebnis der Grünen sieht man, dass diese wohl für viele Wähler derzeit am überzeugensten für eine ökologisch nachhaltige Politik stehen. Selbstverständlich war und ist es allerdings nicht unser Ziel als Bewegung diese Partei zur stärksten Kraft zu machen, sondern wir wollen, dass in allen Parteien und auch in der Gesellschaft das Bewusstsein für die Klimakrise steigt.

KN-Online: Werden Sie die Klimastreiks fortsetzen?

Moritz von Courten: Auch wenn immer mehr Politiker beginnen den Ernst der Lage zu erkennen, werden wir mit unseren Aktionen noch nicht aufhören. So werden wir mit den wöchentlichen Mahnwachen vor dem Kieler Landtag weiter machen und am 21. Juni zu einer großen Demonstration in Aachen mobilisieren, wo wir zusammen mit anderen Ortsgruppen aus ganz Deutschland und auch aus Nachbarländern für unsere Ziele auf die Straße gehen werden. Am 20. September wird es zudem einen globalen Klimastreik geben, bei dem wir auch teilnehmen.

KN-Online: Und wann beenden Sie die Demos?

Moritz von Courten: Wir haben unsere Forderungen nach einer konsequenten Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels aus dem Pariser Klimaabkommen deutlich gemacht. Mit unseren Demos werden wir erst aufhören, wenn wir uns sicher sein können, dass dieses auch erreicht wird. Natürlich würden wir uns selbst am meisten freuen, wenn dieses gelingt und unsere Aktionen nicht mehr notwendig sind.

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