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Kiel Protest gegen Einsatz von Wildtieren
Kiel Protest gegen Einsatz von Wildtieren
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14:55 10.08.2019
Von Jürgen Küppers
Stummer Protest gegen Wildtiere im Zirkus: Rund 100 Aktivisten waren zum Zirkuseingang gekommen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Dabei hatten sie Plakate gegen den Einsatz von Wildtieren in Zirkussen. Unter den Demonstranten waren auch Abordnungen der Satirepartei „Die Partei“ sowie der „Grünen Jugend“. Zu der Demo im Internet aufgerufen hatte der 2017 in Deutschland gegründete Verein „Protecting Wildlife“, der nach eigenen Angaben auf „effiziente Weise Wilderei, Trophäenjagd und den illegalen Handel mit bedrohten Wildtieren bekämpft“. Auch in den kommenden Tagen soll es bis zum Ende des „Krone“ Gastspiels weitere „Mahnwachen“ geben.

 Protest auch in Ratsfraktionen

Protest gegen Wildtiere im Zirkus regt sich auch in einigen Kieler Ratsfraktionen. Andreas Arend (SPD), Arne Stenger (Grüne) oder Ingmar Soll (FDP) sind der Meinung: „Wenn es nach uns geht, wird auch in Kiel ein Wildtierverbot in Zirkussen erlassen.“ Die Ratsversammlung habe dazu im Februar 2019 die Prüfung eines solchen Verbots angestrengt. Leider seien entsprechende Initiativen allerdings gescheitert, weil diese Verbote angeblich formaljuristisch nicht umsetzbar seien.

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 Grüne Jugend plant weitere Mahnwachen

Nach Auffassung der Ratsherren solle „Kindern nicht vorgeführt werden, wie Tiere mit Dressurmethoden gefügig gemacht und so zur gesellschaftlichen Unterhaltung eingesetzt werden“. Ähnlich sieht das auch die Sprecherin der „Grünen Jugend“, Nelly Waldeck: „Für uns ist klar, dass Wildtiere keinen Platz in Zirkussen finden dürfen. Das werden wir bei den kommenden Mahnwachen deutlich machen.“ Der Zirkus sei zwar ein „wichtiges kulturelles Gut und eine Bereicherung für jede Stadt.“ Es sei schade, dass dies durch Wildtierhaltung „kaputt gemacht wird“.

Offener Brief an den Oberbürgermeister

Ganz anders argumentiert das Aktionsbündnis „Tiere gehören zum Zirkus“ in einem offenen Brief an Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Die Behauptungen, Circus Krone quäle seine Tiere, seien schlicht falsch. Fast alle wissenschaftlichen Studien kämen zu dem Schluss: Eine verhaltensgerechte Unterbringung von Wildtieren in einem reisenden Zirkus seien sehr wohl möglich und würden in modernen, verantwortungsbewussten Unternehmen auch praktiziert. Dies werde auch von einer Stellungsnahme (2015) der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages gestützt.

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