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Kiel Fokus auf schnörkellosen Schießsport
Kiel Fokus auf schnörkellosen Schießsport
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13:25 10.11.2019
Von Karina Dreyer
Der Vorstand des Schützenvereins (von links): Schatzmeister Stefan Hecke, Beisitzer Reinhard Plambeck, 1. Sportleiter Wolfgang Band, Vorsitzender Fred Becker, 2. Sportleiter Klaus-Dieter Erichsen, 2. Vorsitzender Holger Griesbach und Sachverwalter Jens Ramlow. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

„Vor 125 Jahren wurde noch auf Stände von 175 Meter für Militärgewehre geschossen“, sagt Wolfgang Band, 1. Sportleiter im Verein. Heute sind es elektronische Luftgewehrstände und Kleinkaliberstände, die variabel von 50 Meter auf 100 Meter erweitert werden können. „Da sind wir im Umkreis von 40 Kilometer der einzige Schützenverein“, sagt Band.

Der Nachwuchs bleibt aus

Die Freude am Schießsport ist in all den Jahren geblieben, „aber uns fehlt es an jüngeren Schützen. Zuwachs bekommen wir meist im Alter zwischen 30 und 40 Jahren“, sagt Band.  Schießen sei bei den jungen Leuten nicht mehr aktuell, „sie bevorzugen Mannschaftssportarten und möchten auch keine grünen Uniformen tragen“. Auch Besuche unter den Vereinen ließen nach. Einige hätten sich aufgelöst, andere ihre Aktivitäten eingestellt. Auch zu den Schützenfesten der Friedrichsorter seien nur wenige gekommen, gerade mal an die 20 aus den eigenen Reihen. „Das rechnet sich nicht mehr“, sagte der Vorsitzende Fred Becker.

Keine Schützenfeste mehr

Deshalb habe der Verein reagiert und die Schützenfeste vorerst auf Eis gelegt: „Die Tradition steht bei uns nicht mehr im Vordergrund, wir haben beschlossen uns der Zeit anzupassen und neue Wege zu gehen“, sagte Holger Griesbach, 2. Vorsitzender. Becker bringt es auf den Punkt: „Schnörkelloser Schießsport." Und damit geht es dem Verein gut. „Wir haben Experten, die sich um den Sport kümmern“, sagt er. Und Schützen, die gute Ergebnisse erzielen. Mehrere starteten bei den Deutschen Meisterschaften, mehrere wurden Landesmeister und im Kreisschützenverband seien die Friedrichsorter auch sehr gut vertreten, betont Band. Sie alle sind mit viel Freude dabei, „weil Schießen Spaß macht, viel Konzentration braucht, ein guter Ausgleich zum Alltag ist und die Gemeinschaft zählt“, sagt Band.

Vereinsheim wurde 1954 gebaut

Im Mittelpunkt steht das Vereinsheim, das 1954 gebaut, 1983 aus unbekannter Ursache abbrannte und wieder aufgebaut wurde. Hier trafen sich am Sonnabend auch die Schützen mit ihren Gästen zum Jubiläum. Darunter Stadtrat Gerwin Stöcken, der das ehrenamtliche Engagement des Vereins hervorhob und dafür einen Scheck mitbrachte. Meike Evers-Rölver, Vizepräsidentin des Landessportverbandes und mehrfache Olympiasiegerin im Rudern, lobte den Verein als eine moderne Sportgemeinschaft, die sich anpasst und das Schießen in den Mittelpunkt stellt. 

Drei Schützen geehrt

Drei der Schützen wurden beim Jubiläumsfest geehrt. Michael Hutans bekam für herausragende Verdienste um den Kieler Sport die Goldene Ehrennadel von Günter Schöning, 1. Vorsitzender des Sportverbandes Kiel überreicht.„Er hat zwar kein offizielles Amt, aber er macht sehr viel außer der Reihe und ist immer da. Er redet nicht, er macht“, sagte Holger Griesbach über seinen Vereinsfreund. Ebenso geehrt wurden Fred Becker für 30 Jahre und Ina Kolberg für 40 Jahre Mitgliedschaft im Deutschen Schützenverband.

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