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Kiel Wohnung brannte in Kiel
Kiel Wohnung brannte in Kiel
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15:02 24.01.2016
Von Frank Behling
In der Friedrichsorter Straße in Kiel ist am Sonnabendabend eine Wohnung im Dachgeschoss vollständig ausgebrannt. Quelle: Frank Behling
Kiel

Mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, vom Rettungsdienst und der Betreuungsgruppe für die Anwohner waren bis in die Nacht im Einsatz.   

Was zunächst als normaler Wohnungsbrand begann, entwickelte sich schnell zu einem Großbrand. „Beim Eintreffen sahen wir schon, dass das Feuer auf den Dachstuhl übergegriffen hatte. Deshalb wurden sofort weitere Kräfte nachgefordert“, sagt Einsatzleiter Markus Brandau vom Direktionsdienst der Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte mit dem Löschzug der Hauptwache vom Westring an der Einsatzstelle eintrafen, fraßen sich die Flammen bereits durch den Spitzboden des Dachstuhls. Die Schwierigkeit: „Wir hatten in den engen Straßen Schwierigkeiten. Deshalb haben wir sofort eine zweite Drehleiter angefordert, da der Dachstuhl sehr verwinkelt war“, sagte Brandau.  Mit der zweiten Drehleiter konnte der Löschangriff auch von der Rückseite des Gebäudes erfolgen. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen im Gebäude sowie über benachbarte Gebäude gegen das Feuer vor.

Da in dem Haus mehr als 50 Menschen gemeldet waren, gab es zunächst auch eine gründliche Kontrolle aller Räume. Lediglich die Frau aus der vom Brand besonders betroffenen Wohnung erlitt Verletzungen bei Löschversuchen an der Hand. Zwei Katzen konnten von Einsatzkräften aus der Wohnung bei den Löscharbeiten gerettet werden.  „Da die Temperaturen sehr kühl waren, wurde auch die Betreuungsgruppe alarmiert, die sich um die evakuierten Bewohner kümmerte. Außerdem haben wir einen Bus der KVG bereitgestellt“, so der Einsatzleiter.  Die Untersuchungen der Brandursache übernimmt die Kriminalpolizei, die den Brandort beschlagnahmte. Das Haus ist angesichts des Brand- und Wasserschadens bis auf weiteres nicht bewohnbar. Die Anschlüsse für Strom und Wasser mussten von den Stadtwerken abgeschaltet werden. Alle Bewohner kamen nach ersten Meldungen bei Angehörigen und Freunden unter, so dass der KVG-Bus bereits nach kurzer Zeit nicht mehr benötigt wurde.

Für die Brandbekämpfung waren die Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie die freiwilligen Wehren aus Schilksee und Suchsdorf jedoch über Stunden im Einsatz. Über die Drehleitern musste Meter für Meter der Dachpfannen abgenommen und die darunter in der Isolierung befindlichen Glutnester gelöscht werden. „Da der Dachboden sehr verwinkelt ist, ist das sehr zeitaufwändig gewesen“, sagte Brandau.

Für die Versorgung der Verletzten und der evakuierten Bewohner hatte der Leitende Notarzt des Rettungsdienstes der Stadt auch zusätzliche Rettungswagen in Bereitschaft geholt. Während der Löscharbeiten war der Ortskern von Friedrichsort für den Straßenverkehr gesperrt.    

Fotostrecke - Feuer in Friedrichsort: Ein Dachstuhlbrand hat am Sonnabend für einen Großeinsatz im Kieler Norden gesorgt. Über 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Für die Kieler Feuerwehr war der Dachstuhlbrand in Friedrichsort nur der Auftakt einer Serie weiterer Einsätze in der Nacht. Gegen 4 Uhr gab es am Steertsraderedder in Dietrichdorf einen Brandalarm. Beim Eintreffen der Kräfte der Ostwache und der Freiwilligen Wehr Dietrichsdorf stand dort eine Gartenbude in Flammen. Zwei Stunden waren die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Am Sonntagmorgen musste der Löschzug der Hauptwache zu einem Altenheim in Elmschenhagen ausrücken. Dort war im Außenbereich ein Beleuchtungselement in Brand geraten. Ein Trupp löschte die  Leuchtstoffröhre mit einem Pulverlöscher. Verletzte gab es keine. Auch größerer Schaden wurde verhindert. Der Löschzug der Ostwache war zeitgleich zu einem Alarm an den Germaniahafen an die Hörn ausgerückt. Dort hatte eine Brandmeldeanlage den Alarm ausgelöst. Es handelte sich aber um einen Fehlalarm.  Am Sonnabend forderte abends auch noch ein Schornsteinbrand in der Karlsbader Straße in Elmschenhagen die Einsatzkräfte. Dieser Brand musste parallel zu dem Feuer in Friedrichsort gelöscht werden.    

Am Montag startet der Nato-Einsatzverband SNMCMG 1 in der Kieler Bucht eine Suchaktion nach Kriegsaltlasten. Damit setzt die Nato eine Aktion fort, die sie im Februar vorigen Jahres vor Kiel begonnen hat. Die Marineeinheiten starten diesmal im Januar und wollen so die Taucher des Kampfmittelräumdienstes des Landes bei der Suche unterstützen.

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