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Kiel Fünf Leser backstage bei Foreigner: Eindringliche Erinnerungen
Kiel Fünf Leser backstage bei Foreigner: Eindringliche Erinnerungen
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22:08 24.06.2009
Kiel

Für Jörg Horn begann mit „Urgent“ eine Musikleidenschaft, die bis heute andauert. Das Lied war seine erste Single, die er mit 14 Jahren von einem Freund geschenkt bekam. „Weil ich damals noch keinen eigenen Plattenspieler hatte, habe die immer auf der Anlage meiner Eltern gehört“, erinnert sich der 42-Järhrige, der mit seinem Freund Michael Schwarzlose zur NDR-Bühne gekommen ist, um an diesem Abend die alten Zeiten aufleben zu lassen. Die Eltern mochten „Urgent“ bald schon nicht mehr hören und überspielten das Lied auf Kassette, so dass Horn es auf seinem Rekorder laufen lassen konnte, auf dem zuvor nur Hörspielkassetten liefen. So wurde aus der ersten Single die erste Kassette, und weil Horn Foreigner immer noch besonders mochte, als er sich von seinem Konfirmationsgeld die erste Anlage kaufte, wurde Foreigners LP „4“ auch zur ersten Vinylanschaffung des Sattlers. Der Zufall wollte es, dass „4“ auch die erste CD war, die er sich viele Jahre später kaufte. „Nur gesehen habe ich die Band nie. Deshalb bin ich heute besonders froh, das nachholen zu können.“Uwe Schmidt hat zu dem Backstage-Treffen sogar eine Vinyl-Ausgabe der ersten Foreigner-Schallplatte mitgebracht, die er sich wenig später von der Band signieren lassen wird. „Für mich bedeutet Urgent das Ende der eintönigen Klassenfeste“, sagt der 42-Jährige. „Damals wurden meist Hits wie Super Trouper von Abba oder Japanese Boy von Shanado in Endlosschleife gespielt. Dies nahm erst ein Ende, als Foreigners 4 und AC/DCs Hells Bells ins Repertoire aufgenommen wurden.“ Und was hatte das für Folgen? „Das war richtige Jungsmusik. Wenn diese Scheiben gespielt wurden, sind wir rauf auf die Tanzfläche und die Mädels runter“, erinnert sich Schmidt, und sein Begleiter Kai-Uwe Schladetzky nickt bekräftigend.Allerdings übte „Urgent“ nicht ausschließlich auf Jungs eine hohe Anziehungskraft aus. Andrea Wagner erinnert sich, dass der Song in ganz Ostfriesland gespielt wurde, als sie dort mit zwölf Jahren das erste Mal allein ihre Verwandten besuchen durfte. „Meine Cousine hat mich damals das erste Mal in die Disko mitgenommen, die gehörte Frank Zander.“ Ob in der Disko, im Festzelt oder auch im Wellenbad: „Überall wurde damals Urgent gespielt.“ Und deswegen verbindet die Kielerin mit dem Song den Beginn ihrer Teenagerzeit.Was die Gewinner gemeinsam haben: Alle haben sie Foreigner gehört, doch keiner von ihnen hat die Band je live gesehen. Daher ist der Backstage-Besuch umso willkommener. Aus der Garderobe tönt schon das typische Saxofon. Und dann geht die Tür auf, und die Band kommt zum Shake-Hands nach draußen, bevor sie wenig später vor 9000 ausgelassenen Fans auf der Bühne steht.

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