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Kiel Gaarden kämpft um mehr Sauberkeit
Kiel Gaarden kämpft um mehr Sauberkeit
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17:43 16.10.2019
Von Annette Göder
Die Gaardener Brücke hat eine Auffrischungskur erhalten, führt aber bislang immer noch nicht, wie von vielen gewünscht, direkt an die Hörn. Quelle: Annette Göder
Kiel

Insgesamt rund 1600 Wohnungen sollen nach Auskunft des Oberbürgermeisters auf dem Posthofgelände und an der Hörn entstehen. Auf dem Posthofareal sollen etwa 800 Wohnungen gebaut werden, wobei ein Drittel Sozialwohnungen vorgesehen sind. Thomas Marcus von der Tas-Unternehmensgruppe stellte die Pläne für die Hörn vor, nach denen dort ein Mix aus neuen Wohnungen, einem Kindergarten, Gastronomie und Gewerbe entstehen soll, was der Ortsbeirat begrüßte.

Kommunaler Ordnungsdienst im Einsatz

Auch „Sicherheit und Sauberkeit“ hat sich das Programm „Gaarden hoch zehn“ auf die Fahnen geschrieben. Jeden Tag ist mindestens ein Zweierteam des neuen Kommunalen Ordnungsdienstes zwischen 8 und 23 Uhr in Gaarden unterwegs. „Erste Erfahrungen zeigen eine sehr positive Resonanz“, sagte Kämpfer. Außerdem fährt ein zusätzliches Müllfahrzeug des Abfallwirtschaftsbetriebs Kiel innerhalb von 48 Stunden wilden Sperrmüll ab. Besucher des Ortsbeirates beklagten sich, dass nur Sperrmüll, aber kein anderer Müll auf diese Weise rasch beseitigt würde. Im Herbst werde die Müllmelde-App an den Start gehen, so Kämpfer, der einräumte, dass das Gesamtziel noch nicht erreicht sei. Im Herbst soll auch ein „Müllgipfel“ veranstaltet werden mit allen, denen die Situation stinkt, sowie den Entscheidungsträgern.

Wildpinkler sollen abgeschreckt werden

Verschmutzungen sind auch ein Problem an und auf der Gaardener Brücke, die von der alten Schwimmhalle abgeht. Bislang war gegen den Vandalismus und die „Verwechslung“ des Aufzugs mit einer Toilette kein Kraut gewachsen. Im Rahmen des Programms wurden die Brücke sowie ihr Umfeld grundlegend gesäubert und zusätzliche Müllbehälter aufgestellt. Der ganze Bereich hat eine hellere und energiesparende Beleuchtung erhalten. Fotovoltaikplatten auf den Dächern der Unterstände liefern den Strom für den Fahrstuhl, dessen Schacht neu verglast wurde. Ein Schild im Lift, eine warnende Frauenstimme aus dem Lautsprecher und eine Videokamera sollen Wildpinkler abschrecken, was größtenteils laut Bericht des Oberbürgermeisters auch funktioniert. Nun soll die Kabine erneuert werden. Im Ortsbeirat wurde eine Stimme laut, die vorschlug, den „versifften“ Fahrstuhl durch eine spiralförmige Rampe zu ersetzen. Eine Bürgerin regte an, an der Ecke Karlstal eine Toilette entsprechend der am Bahnhof zu bauen. Außerdem forderten Gäste, dass die Brücke so schnell wie möglich gemäß den ursprünglichen Planungen direkt an die Hörn weitergeführt wird. Dieses Ziel sei im Programm berücksichtigt, so Kämpfer. „Die Stadt befindet sich im intensiven Austausch mit möglichen Investoren.“ Doch noch sei nichts unter Dach und Fach.

Weitere Grundschule geplant

Das Programm „Gaarden hoch zehn“ hat auch Schulkinder im Blick. In jeder ersten und zweiten Klasse der beiden Grundschulen im Stadtteil kommt mittlerweile eine zusätzliche pädagogische Kraft zum Einsatz. „Wir haben eine gute Rückmeldung von den Schulleitern erhalten“, sagte Kämpfer. Aufgrund der zu erwartenden Schülerzahlen braucht Gaarden noch eine weitere Grundschule. Iris Diekelmann, Leiterin des Amtes für Schule, sowie Schulentwicklungsplanerin Tatjana Peters stellten die Pläne vor. Die Schule sowie eine große Sporthalle sollen ihren Platz auf der 3600 Quadratmeter großen Fläche der Schwimmhalle finden, die gerade abgerissen wird. Ursprünglich waren auf dem exquisiten Grundstück Wohnhäuser geplant. Das Gelände wird sozusagen die Nahtstelle zwischen bestehender und neuer Bebauung. Durch eine Schule an diesem Standort könne eine vorteilhafte soziale Durchmischung entstehen, die für Gaarden bedeutsam sei, hofft der Oberbürgermeister. Der Ortsbeirat stimmte mit zwei Enthaltungen für den Standort der Schule.

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