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Kiel Straßenlöchern kosten Stadt 120000 Euro
Kiel Straßenlöchern kosten Stadt 120000 Euro
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09:02 18.03.2018
Von Anne Steinmetz
Schlaglochpisten: In der Kieler Wilhelminenstraße muss die Fahrbahn noch ausgebessert werden. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

„In diesem Jahr sind es wirklich sehr, sehr viele Schlaglöcher“, sagt Jens Kruschwitz vom Kieler Tiefbauamt. „Wir haben schon jetzt das Vierfache an Material verbraucht als in den vergangenen Jahren.“ 120000 Euro werde die Stadt für das Flicken der Löcher in diesem Jahr ausgeben, sagt er. Grund für die Situation sei der kalte Winter. Denn die Löcher entstehen vor allem durch den Wechsel zwischen Gefrieren und Tauen.

Da laut Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr knapp 30 Prozent der Landesstraßen und gut 20 Prozent der Bundesstraßen sanierungsbedürftig sind, entstanden auf vielen Straßen im Land Schlaglöcher. Wie viele Kilometer betroffen sind, lässt sich aber noch nicht sagen, so der Landesbetrieb. Schließlich sei der Frost noch im Boden. Erst wenn die Frostphasen endgültig überstanden sind, könne Bilanz gezogen werden.

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Auf 200 Kilometern besteht Handlungsbedarf

Auch für die Landeshauptstadt kann das Tiefbauamt den Schaden für die rund 700 Kilometer Straßen noch nicht beziffern. Alle notwendigen Arbeiten am Straßennetz der Landeshauptstadt zu erledigen, sei aber natürlich eine Frage des Geldes und man brauche ausreichend Mitarbeiter. Auf rund 200 Kilometern bestehe, so Kruschwitz, dringender Handlungsbedarf. 

Ein Beispiel sei die Schönberger Straße in Wellingdorf. „Die Straße fällt im Moment völlig auseinander“, sagt Kruschwitz. Hier wird aber in diesem Jahr noch die Stadtentwässerung arbeiten, deshalb könne der Asphalt erst im nächsten Jahr erneuert werden. Hier werden wie an vielen anderen Orten erst mal nur die Löcher beseitigt. „Wir haben die Verkehrssicherungspflicht. Deshalb müssen wir das machen“, so Kruschwitz.

Das kritisiert auch der ADAC. „Es ist viel zu lange an den Straßen gespart worden“, sagt der Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein, Ulf Ewert. „Straßen waren nicht sexy.“ Jetzt werde die Landesregierung zwar mehr in den Straßenbau investieren, es wird aber dauern, bis sich das bemerkbar macht.

17.03.2018
Martin Geist 17.03.2018
17.03.2018