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Kiel Proteste gegen Abschiebegefängnis in Glückstadt
Kiel Proteste gegen Abschiebegefängnis in Glückstadt
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16:29 08.12.2018
Von Alev Doğan
Demo gegen Abschiebung in Kiel Quelle: Frank Peter
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Kiel

Anlässlich der Debatte im Schleswig-Holsteinischen Landtag um die geplante Abschiebehaftanstalt in Glückstadt hatten flüchtlingssolidarische und antirassistische Gruppen zu einer überregionalen Demonstration in Kiel aufgerufen.

Als Teil der Kampagne "Kein Abschiebegefängnis in Glückstadt und anderswo" trugen die Teilnehmer der Demo ihre Kritik an der Flüchtlingspolitik der Bundesländer und des Bundes auf die Straße.

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"Inhumanität und Kriminalisierung von Flucht"

Auch die Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten hatte sich dem Bündnis angeschlossen und vertrat die Ansicht, "dass die Inhaftierung von Menschen, die keine Verbrechen begangen haben, ein Ausdruck von Inhumanität und Kriminalisierung von Flucht" sei. "Diese Form von Unterbringung und diesen Umgang mit Geflüchteten lehnen wir kategorisch ab", hieß es während der Demonstration.

"Es geht uns nicht nur um das eine Abschiebegefängnis", sagte Frank Thurow von der Initiative "Kiel gegen Abschiebungen". "Wir wollen, dass der derzeitige Umgang mit Flüchtlingen insgesamt wieder humaner wird."

Die Demonstration startete am Hauptbahnhof, zog über den Exerzierplatz, die Holstenstraße und endete am Alten Markt.

Abschiebegefängnis soll 2020 fertig sein

Das Abschiebegefängnis in Glückstadt soll Anfang 2020 fertig sein und den drei Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern je 20 Plätze bieten. Umstritten sind die Haftbedingungen insbesondere für Familien mit Kindern.

Karin Jordt 08.12.2018
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