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Kiel Gemeinsam spart es sich leichter
Kiel Gemeinsam spart es sich leichter
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20:44 13.07.2016
Von Anne Steinmetz
Gemeinsam für mehr Energieeffizienz. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

„Wir nehmen unsere ökologische Verantwortung sehr ernst und setzen generell auf Nachhaltigkeit bei der Energieerzeugung. Dieses Programm ist für uns ein weiterer Baustein, den Klima- und Umweltschutz in unserer Region zu fördern und endliche Ressourcen zu schonen“, sagte Frank Meier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Kiel. Ziel des Zusammenschlusses ist es, Energieeinsparpotenziale in Gebäuden zu erkennen und umzusetzen. Er ist Teil des „Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz“ der Bundesregierung.

 Die Mitglieder des neuen Netzwerkes setzen sich Energieeffizienzziele und treffen sich mehrmals jährlich, um von ihren Erfahrungen zu berichten. Gleichzeitig werden sie von den Stadtwerken dabei unterstützt, die Ziele zu erreichen und erhalten Hinweise, wo Einsparmöglichkeiten bestehen. Die Förde Sparkasse ist als Finanzierungsexperte Teil des Netzwerkes.

 Es gehe aber nicht nur darum, große bauliche Investitionen vorzunehmen, um Energie einzusparen, erläutert Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster. „Manchmal reicht es ja schon aus, sich manche Dinge bewusst zu machen und dann beispielsweise auf dem Flur nachts auch mal das Licht auszuschalten.“ Viele Einrichtungen wüssten gar nicht, wie viele Möglichkeiten es gebe, die Heizungs- und Stromrechnung zu senken. „Wir besuchen die Netzwerkteilnehmer und schauen uns die Begebenheiten vor Ort an, damit wir noch zielgerichteter Hinweise geben können“, erklärt Schuster.

 Genau darauf hofft Ines Kröhnke-Clausen vom Cläre-Schmidt-Senioren-Centrum in Itzehoe. „Unser Haus ist jetzt zehn Jahre alt, und es stehen erste Sanierungsarbeiten an. Ich erhoffe mir Tipps, wie diese auch energetisch optimal umzusetzen sind.“ Karin Kahlke-Lohnert vom Kaiser Wilhelm I. Stift in Kiel freut sich, durch das Netzwerk aktiv etwas für den Umweltschutz tun zu können. „Es ist natürlich auch schön, Kosten zu sparen. Aber das sehe ich eher als angenehmen Nebeneffekt.“ Beiden gefällt außerdem der regelmäßige Austausch, der mit dem Netzwerk verbunden ist. „Wahrscheinlich werden wir ja irgendwann auch über Themen sprechen, die nichts mit Energie zu tun haben und können auch hier von den Erfahrungen der anderen profitieren“, sagt Ines Kröhnke-Clausen. Die Effizienzziele des Netzwerkes werden sie auf jeden Fall erfolgreich umsetzen, da sind sich beide Frauen sicher.

 Neben dem Kaiser Wilhelm I. Stift und dem Cläre-Schmidt-Senioren-Centrum gehören auch das Haus Hog’n Dor Homfeld OHG, die DRK-Anschar-Schwesternschaft, das Altenpflegeheim Haus St. Anna, das Alten- und Pflegeheim Zur Waldburg und das Kieler Stadtkloster zum Netzwerk. Mindestens für die kommenden zwei Jahre soll der Zusammenschluss bestehen. Als Teil der Energiewende hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 500 Energieeffizienz-Netzwerke zu etablieren.

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