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Kiel Wie steht es um die Ostsee?
Kiel Wie steht es um die Ostsee?
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20:00 24.01.2017
Von Martina Drexler
Seit Anfang des Jahres ist das neue Sensor-Gestell im Betrieb. Die Forscher ließen es auf dem Meeresboden installieren. Quelle: GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Kiel

Um nun auch kurzfristigere Prozesse im Wasser erkennen zu können, haben das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht jetzt zusätzlich ein festes Observatorium in 14,5 Metern Tiefe am Meeresboden installiert: Der sogenannte Boknis-Eck-Knoten erfasst permanent grundlegende Messwerte.

Wie viel Sauerstoff steht Organismen im Meerwasser zur Verfügung? Wie hoch sind die Temperaturen? Wie viel und welche Nährstoffe sind im Wasser gelöst? Antworten auf diese Fragen erlauben grundlegende Aussagen über den Zustand eines marinen Ökosystems.

„Dank der langen Messreihe können wir nicht nur sehen, wie der aktuelle Zustand der Ostsee ist, sondern auch langfristige Umweltveränderungen erkennen. Deshalb ist der Boknis-Eck-Datensatz auch international sehr gefragt“, sagt Prof. Hermann Bange vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der die Aktivitäten in Boknis Eck seit 2010 koordiniert. Jüngste Untersuchungen haben immer häufiger gezeigt, dass auch sehr kurzfristige Ereignisse wie beispielsweise eine zweiwöchige Hitzeperiode oder ein einzelner starker Sturm entscheidenden Einfluss auf das Ökosystem haben. Da sie aber durch die monatlichen Beprobungen nicht erfasst werden können, entschieden sich die Forscher, ein permanentes Messsystem bei Boknis Eck zu installieren.

Das neue Observatorium hat nach Angaben von Geomar über zwei Jahren Planungs- und Bauzeit zum Jahreswechsel seinen Betrieb aufgenommen. Entwickelt und finanziert wurde der Boknis-Eck-Knoten im Rahmen des Cosyna-Projektes (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas), das am Helmholtz-Zentrum Geesthacht koordiniert wird. Das Gestell enthält Sensoren, die Strömungsgeschwindigkeiten und -richtungen, Salzgehalt, Temperatur sowie die Konzentrationen von Sauerstoff, Kohlendioxid und Methan erfassen. „Damit ergänzen sie die monatlichen Messungen an der Zeitserienstation Boknis Eck ideal“, sagt Bange. Geomar übernimmt die Betreuung und den Betrieb für mindesten zehn Jahre.

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