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Kiel Die letzte Atlantikreise der „Poseidon“
Kiel Die letzte Atlantikreise der „Poseidon“
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16:43 04.01.2019
Von Frank Behling
Während die "Poseidon" bereits auf dem Weg zum Atlantik ist, hat die "Alkor" den Platz im Schwimmdock bei der Lindenau Werft eingenommen. Quelle: Frank Behling
Kiel

Das älteste deutsche Hochseeforschungsschiff "Poseidon" soll bis April auf drei Reisen Daten für die Meeresforschung sammeln. „Ziel ist Las Palmas, von wo aus die eigentliche Forschungsreise startet“, sagt Andreas Villwock vom Kieler Geomar-Institut. Die Kanaren sind in diesen Tagen ein bevorzugtes Ziel der Kieler Meeresforscher.

Dass die Fahrt der „Poseidon“ möglich wurde, ist auch der Lindenau Werft zu verdanken. Bei der Werft war das „Poseidon“ im Dezember noch einmal fit gemacht worden, damit das Schiff bis zum Sommer der Meeresforschung zur Verfügung steht. Eigentlich sollte die „Poseidon“ längst ausgemustert werden und ein Neubau die Nachfolge antreten.

Schiffsneubau verzögert sich

Doch die Planungen für die Erneuerung der deutschen Meeresforschungsflotte sind schwer ins Stocken geraten. 2015 hatte das Bundesforschungsministerium in Berlin grünes Licht für einen Neubau gegeben, die 42 Jahre alte „Poseidon“ und die 32 Jahre alte „Meteor“ sollten ersetzt werden. Das Ziel: In weniger als fünf Jahren sollte ein Neubau konzipiert, geplant und gebaut werden. Doch davon ist das Bundesforschungsministerium längst abgerückt. Die Planung dauert mindestens zwei bis drei Jahre länger.

Wann der Neubau endlich ausgeschrieben werden kann, ist unklar. Klar ist dafür nur eins: Im Spätsommer wird die „Poseidon“ nach der Rückkehr von einer Reise aus dem Nordatlantik außer Dienst gestellt. „Dann läuft die Klasse aus. Eine Verlängerung ist kaum möglich“, sagt Villwock auf Nachfrage. Der „Schiffs-Tüv“ des Germanischen Lloyds aus Hamburg läuft am 31. Dezember endgültig aus. Für eine weitere Verlängerung um fünf Jahre wären erhebliche Investitionen erforderlich.

Rumpf, Ausrüstung und Kräne müssten erneuert werden. Der Antrieb hingegen ist noch fit. 2010 waren die die drei alten MWM-Diesel von der Schiffsdieseltechnik Kiel (SDT) gegen drei neue Diesel von MTU ausgetauscht worden. Diese Diesel liefern den Strom für den elektrischen Fahrmotor. Damit ist das 60 Meter lange Schiff weltweit einsetzbar.

Alkor soll auf Nord- und Ostsee eingesetzt werden

Während die „Poseidon“ in Richtung Las Palmas ausläuft, muss die „Alkor“ noch etwas das Dock hüten. Das zweite Schiff von Geomar muss erst am 20. Januar erstmals wieder auslaufen. Bis November soll die „Alkor“ auf der Nord- und Ostsee eingesetzt werden. Ab Ende November muss dann auch dieses Schiff erneut in die Werft. Damit haben die Kieler Meeresforscher ab November erstmals kein eigenes Schiff zur Verfügung.

Aushelfen könnten dann erneut die Briten. Das britische Forschungsschiff „James Cook“ hatte im November bereits beim Einsammeln von Messgeräten vor Gran Canaria den Kieler Wissenschaftlern geholfen. Die 2006 in Dienst gestellte „James Cook“ war im Herbst auf den Kanaren verfügbar.

Im Rahmen eines internationalen Verbundes können auch Kieler Wissenschaftler Schiffszeiten bei den Schiffen anderer europäischer Staaten buchen. Beim Auslegen von Messegeräten vor Las Palmas hatte zuvor auch schon das Forschungsschiff „Hesperides“ der spanischen Marine geholfen.

Der erste Prozess im Zusammenhang mit der Abzocke älterer Menschen durch falsche Polizisten in Kiel ist kurz nach dem Start geplatzt. Das Verfahren werde neu aufgerollt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Der Neustart in anderer Besetzung der Strafkammer beginnt demnach bereits Mitte Januar.

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