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Kiel Werft hofft auf einfachere Verfahren
Kiel Werft hofft auf einfachere Verfahren
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15:05 17.07.2019
Bei German Naval Yards in Kiel könnte das "MKS 180" gebaut werden. Quelle: Frank Behling (Archiv)
Kiel

Eine europaweite Ausschreibung wie aktuell im Fall des Mehrzweck-Kampfschiffs „MKS 180“ berge „das Risiko, dass die heimische Industrie bei einem solch bedeutenden sicherheits- und industriepolitischen Projekt nicht zum Zuge kommt“, sagte Werftchef Jörg Herwig am Mittwoch. Er gehe davon aus, dass die Planungen für das Schiff unter der neuen Verteidigungsministerin Annette Kramp-Karrenbauer (CDU) unverändert fortgesetzt werden.

„Denn dies ist das größte Projekt der Marine, und die Bundeswehr braucht dieses Schiff dringender denn je“, sagte Herwig. Projekte wie „MKS 180“ hätten Potenzial für die gesamte deutsche Marineindustrie. „Nur durch solche Großaufträge können sich Werften und Zulieferer technologisch weiterentwickeln und ihren Platz in der Weltspitze behaupten.“ Projekte der deutschen Regierung sicherten Arbeitsplätze und reduzierten die Abhängigkeit von Exporten.

Wer baut "MKS 180"?

Die Entscheidung über den Bau des neuen Schiffstyps wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte fallen. Im Rennen um den Auftrag sind German Naval Yards mit TKMS (ebenfalls Kiel) als Subunternehmen sowie die niederländische Werft Damen Shipyards federführend mit Blohm und Voss in Hamburg als Partner (gehört zur Lürssen Werftengruppe/Bremen). Noch bevor der Auftrag für vier Schiffe vergeben ist, laufen die Kosten aus dem Ruder. Die Kosten werden auf vier Milliarden Euro geschätzt. Die Auslieferung könnte 2027 mit jährlich einem Schiff starten.

In Kiel sind die Docks für "MKS 180" bereit. Die Fertigungsanlagen in Kiel sind optimiert für die Größe der neuen Schiffe. Mit den vier Trockendocks und den beiden Portalkränen könnten die Mehrzweckkampfschiffe des Typs „MKS 180“ in Kiel aus einem Stück und in sehr großen Sektionen gebaut werden. Das senkt Kosten und steigert die Fertigungsqualität. Die Teams von GNY und TKMS, die sich jetzt gemeinsam um einen Großauftrag beworben haben, kennen sich bereits. German Naval Yards war bis 2011 als HDW Gaarden Teil von TKMS.

Mehr zu German Naval Yards lesen Sie auf unserer Themenseite.

Von dpa

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