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Kiel Gender-Sprache in Kiel kostet 50000 Euro
Kiel Gender-Sprache in Kiel kostet 50000 Euro
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18:57 22.05.2019
Von Michael Kluth
Foto: Gendersternchen in einem Verwaltungsschreiben
Gendersternchen, hier in einem Verwaltungsschreiben, gehören zur geschlechtergerechten Sprache. Quelle: Doreen Garud/dpa
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Kiel

Kämpfer beantragt in der Sitzung des Sozialausschusses an diesem Donnerstag, die Hälfte der Mittel "für die konkrete Planung zur Umsetzung der geschlechtlichen Vielfalt" mit der Gesamtsumme von 100.000 Euro sofort freizugeben, also 50.000 Euro. Zweck: "Um ein Gesamtkonzept zur Einführung gendergerechter Sprache erstellen zu lassen."

Die Ratsversammlung hatte am 13. Dezember 2018 mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Linken die Einführung der geschlechtlichen Vielfalt in der Verwaltungssprache beschlossen. Alle Schreiben, Vordrucke, Formulare und Veröffentlichungen sollen überarbeitet werden. Alte Druckerzeugnisse sollen erst aufgebraucht werden. 

"Für eine gendergerechte Sprache braucht es klare einheitliche Vorgaben, die für alle verständlich sind und durchgehend angewendet werden", schreibt Kämpfer in seiner Beschlussvorlage. Ziel sei es, "bis zum Jahresende Regularien für eine gendergerechte Sprache in Kiel zu entwickeln und diese in einem Leitfaden Anfang 2020 zu veröffentlichen".

Ab Juni würden Mitarbeiter von Verwaltung und Selbstverwaltung für das Thema sensibilisiert, so Kämpfer. In Workshops werde die Ist-Situation analysiert, und Lösungsansätze würden entwickelt. Eine externe Agentur werde mit Bestandsaufnahme, Analyse, Workshops und Fortbildungen sowie mit Regularien und einer Umsetzungsstrategie beauftragt.

In der Verwaltung begleitet eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Oberbürgermeisterbüros den Prozess. Darin sind das Personalamt, der Personalrat, das Pressereferat, das Gleichstellungsreferat, das Rechtsamt, das Bürger- und Ordnungsamt und die Informationstechnik vertreten.

Kämpfer kündigt an, die Ratsversammlung in ihrer Sitzung am 13. Juni über das weitere Vorgehen zu informieren.

Ein Pro & Kontra zur Gender-Sprache finden Sie hier

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