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Kiel Glasperlenspiel nicht immer grenzenlos
Kiel Glasperlenspiel nicht immer grenzenlos
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00:17 26.06.2013
Von Jörg Meyer
Glasperlenspiel war am Sonntagabend auf der NDR-Bühne am Ostseekai zu sehen. Quelle: bos
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Kiel

 Dabei taten sich Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg, begleitet von ihrer Live-Band (Bene Neuner, Schlagzeug, Markus Vieweg, Bass, und Nico Schliemann, Gitarre), nicht immer leicht. Das auch zum Spät-Gig am Ostseekai noch zahlreiche Publikum zu überzeugen, ist gerade dann schwer, wenn solches zwar ebenso entgrenzt werden will, aber nur zögerlich dazu beitragen mag, selbst wenn Carolin immer wieder zum Mitsingen einlädt. Doch manchem bleibt das „zu wenig Action“. Was auch daran liegen mag, dass Glasperlenspiels mit manchmal zu stromlinienförmigem Electro-Beat und ausgeklügelter Light-Show sehr hoch gehängte Songs eher in den zerbrechlich schönen Unter- und Zwischentönen des Singer/Songwritings ihre wahre Kraft entfalten, die man nicht mitsingen, sondern mitfühlen muss.

„Grenzenlos“ heißt das im Mai erschienene Album, mit dem das Electro-Pop-Duo Glasperlenspiel auf Tour ist und damit am Sonntagabend auch bei der Kieler Woche auf der NDR-Bühne nach Höherem strebte. Doch wer die Grenzen überschreiten will, muss sie erstmal erkennen.

  
 So zieht noch manche Wolke über den Förde- wie Pop-Himmel, in den Glasperlenspiel 2011 senkrechtstarteten, bis am gelungenen Schluss mit den Hits „Echt“ und „Niemals vergessen“ und vor allem der zweiten Zugabe „Herzschlag“ die beiderseitigen Grenzen zwischen Publikum und Band fallen. Und siehe und lausche, der Himmel ist plötzlich klar und grenzenlos über diesen Liedern und den dazu einträchtig im Publikum geschwenkten Feuerzeugen.