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Kiel Neue Ermittlungen im Fall Jenny Böken
Kiel Neue Ermittlungen im Fall Jenny Böken
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13:34 10.06.2019
Von Frank Behling
Im Fall der verstorbenen Kadettin Jenny Böken gibt es jetzt wieder Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kiel. Quelle: Uwe Böken
Kiel

Die Staatsanwaltschaft Kiel wird nach KN-Informationen ein Ermittlungsverfahren im Todesfall Jenny Böken aufnehmen. "Wir werden am Dienstag dazu eine Mitteilung machen", so Kiels Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Zuvor hatte auch der Spiegel über diesen Schritt berichtet.

Neue Zeugin hat Hinweise geliefert 

Die Vernehmung einer Zeugin aus dem April hat demnach neue Anhaltspunkte ergeben. Die Offizieranwärterin Jenny Böken war im September 2008 in der Nordsee vom Deck des Segelschulschiffes in die Nordsee gestürzt und gestorben. Ein erstes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Kiel war Anfang 2009 eingestellt worden, da es keine Hinweise auf Fehler oder Straftaten an Bord des Schiffes gab.

Alle Informationen zum Fall Jenny Böken finden Sie in unserem Themenschwerpunkt. 

Ende vorigen Jahres hatte sich eine Zeugin bei den Eltern der Kadettin gemeldet und neue Angaben gemacht. Wie berichtet, hatten Ermittler daraufhin im April die Zeugin befragt. Die Zeugin war 2008 als Soldat bei der Bundeswehr und hatte vor der Abfahrt der „Gorch Fock“ mit der Soldatin bei einer Party in Düsseldorf am Rande einer Feier Geschlechtsverkehr. 

Weitere Befragungen sollen jetzt folgen

Nach dem Tod von Jenny Böken hatte der Soldat damals Besuch von drei Angehörigen der Bundeswehr bekommen, die wiederum Andeutungen über einen gewaltsamen Tod von Böken gemacht hätten, so der Bericht des Anwalts der Eltern von Jenny Böken. Inzwischen hat der Soldat sein Geschlecht geändert.

Um der jetzt gemachten Zeugenaussage weiter nachgehen zu können, soll es ein förmliches Ermittlungsverfahren geben. Nur so können sich aus weiteren Befragungen Hinweise auf einen gewaltsamen Tod von Jenny Böken und mögliche Beschuldigte ergeben.

Das ist dann die Voraussetzung für ein Gerichtsverfahren. Dieses hatten die Eltern bislang vergeblich versucht zu erzwingen. Sie waren damit auf dem Weg durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht gescheitert.

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