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Kiel Kieler Woche ohne Marine und Manöver?
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06:23 08.02.2020
Von Michael Kluth
Kieler Woche ohne Marine und Manöver? Der Kieler Grüne Luca Köpping will, dass der Fokus neu gesetzt wird. Quelle: Frank Peter/Frank Behling
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Kiel

Die Kieler Grünen distanzieren sich auch von der Sicherheitskonferenz der Kieler Uni und von Kriegsschiffen auf der Kieler Woche. Dies alles passe nicht ins Bild eines Volksfestes des Friedens und der Vielfalt – das hat die jüngste Kreismitgliederversammlung der zweitgrößten Partei in der Landeshauptstadt beschlossen, die nach Umfragen derzeit die stärkste politische Kraft in Kiel ist.

Ihre Bündnispartner im Kieler Rathaus, SPD und FDP, widersprechen den Grünen ausdrücklich. „Die Bundeswehr gehört zu Deutschland“, teilt die Kieler SPD-Chefin Gesine Stück bündig mit. Sie verweist auf einen Beschluss der Kreispartei von 2014. Darin betont die Kieler SPD „die traditionelle Rolle der Stadt als Gastgeberin für Soldatinnen und Soldaten aus aller Welt“.

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FDP in Kiel befürwortet ausdrücklich das Nato-Manöver Baltops auf der Ostsee

FDP-Chef Dennys Bornhöft sagt, seine Partei begrüße die Bundeswehr und ihre Öffentlichkeitsarbeit auf der Kieler Woche. Und das Institut für Sicherheitspolitik an der Kieler Uni leiste „anerkannte Arbeit in der Konflikt- und Friedensforschung“. Ausdrücklich befürworte die FDP auch das Nato-Manöver Baltops auf der Ostsee. Bornhöft findet, den Angehörigen der Bundeswehr, der Nato-Partner und anderer Länder gebührten „Anerkennung und Respekt, keine ideologisch motivierten Ressentiments“.

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Kieler Woche 2020: Was dieses Jahr neu und anders wird

Für die Kieler CDU gehören die Bundeswehr und internationale Marine-Gäste zur Kieler Woche dazu. Der Austausch mit internationalen Gästen etwa beim „Open Ship“ sei „ein Teil der Völkerverständigung und der Friedenssicherung“, sagte der Kreisvorsitzende Tobias von der Heide. In diesem Sinne würde er es begrüßen, wenn auch die russische Marine wieder zur Kieler Woche eingeladen würde, sagt von der Heide. Und „Europas einzige maritime Sicherheitskonferenz“ verbieten zu wollen, sei „ein Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft“. Damit würden die Grünen „ihrem Image als Verbotspartei wieder gerecht“.

Lesen Sie hier auch den Kommentar zum Thema.

Kieler Woche ohne Marine: Lob kommt von den Linken

Die Linke begrüßt den Beschluss der Grünen. „Er gibt uns Rückenwind bei unserem Bemühen, die Kieler Woche zu einem friedlichen, entmilitarisierten internationalen Fest umzugestalten“, sagt ihr Kreisvorstandssprecher Uli Schippels. Er kündigt eine neuerliche Initiative der Linken in diese Richtung in dieser Wahlperiode im Rat an und hofft nun auf Unterstützung der grünen Ratsfraktion und auch „auf ein Umdenken bei der SPD“.

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Ungeachtet des Widerstands der Kieler Grünen und Linken freut sich die deutsche Marine auf die Kieler Woche 2020 und darauf, „die Besatzungen der Partnernationen in Kiel begrüßen zu dürfen“. Das politisch umstrittene Seemanöver Baltops soll absehbar auch 2020 wieder bis zum 19. Juni dauern.

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