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Kiel Grüne wollen zweites Dezernat
Kiel Grüne wollen zweites Dezernat
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18:20 31.05.2013
Von Martina Drexler
Die Dänenampel im Rathaus Kiel dürfte fortbestehen - aber mit welchen Kräfteverhältnissen? Quelle: Eisenkrätzer (Archivbild)
Kiel

Während die Grünen ihrem Vorstand bereits einstimmig den Auftrag zum Verhandeln gegeben haben, steht das Ja der Genossen noch aus. Deren Zustimmung gilt aber nach der Bestätigung der Ratsmehrheit in der KommunalwahlSPD, Grüne und SSW konnten zulegen – und mit Blick auf die gleiche Bündniszusammensetzung in der Landesregierung als sicher. Im neuen Rat käme die Kooperation gegenüber früher, als sie eine Stimme mehr hatte, künftig auf eine satte Mehrheit von 30 Stimmen von 53 Sitzen.

Die gute gemeinsame Arbeit in der Vergangenheit sowie die Wahlergebnisse legten eine Fortsetzung des Bündnisses nah, erklärte am Freitag SPD-Kreischef Jürgen Weber. Der Kooperationsvertrag soll noch vor der Sommerpause in trockenen Tüchern sein. Aber, schränkte Weber ein, „wir haben keinen Zeitdruck und werden sorgfältig verhandeln“. Ganz so glatt werden die Verhandlungen nicht über die Bühne gehen.

Wie zuvor Weber macht auch der grüne Kreischef Willi Voigt klar Konfliktpunkte unter anderem bei der Stadtteilentwicklung in Friedrichsort und Holtenau sowie der Zukunft des Flughafens aus, den die Grünen am liebsten gleich schließen würden. Ein weiteres Problem könnte für die SPD das gewachsene Selbstbewusstsein der Grünen sein. Die Grünen denken nach Angaben Voigts mit Blick auf die in der Wahl gewonnene Stärke darüber nach, Anspruch auf ein weiteres Dezernat anzumelden. Bisher ist Bürgermeister Peter Todeskino der einzige Grüne an der Stadtspitze. Sozialdezernent Adolf-Martin Möller ist parteilos, Finanz- und Innen-Stadtrat Wolfgang Röttgers gehört wie OB und Wirtschaftsdezernentin Susanne Gaschke der SPD an. Die SPD positionierte sich wiederum als stärkste Fraktion und suchte in dieser Woche auch das Gespräch mit der CDU (15 Stimmen). Weber wie auch CDU-Fraktionschef Stefan Kruber sprachen von einem sehr kontruktiven und informativen Meinungsaustausch.