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Kiel Ein Strand, der keiner ist
Kiel Ein Strand, der keiner ist
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07:08 27.06.2018
Von Annette Göder
Dennis Harz (links) und Eric Dahl besuchen gern gemeinsam mit Collin den "Strand Hasselfelde", der auch noch abends vom Licht beschienen wird. Quelle: Annette Göder
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Kiel

„In den letzten Jahren ist die Zahl der Besucher stark gestiegen“, erklärt Tobias Wilke, Vorsitzender der DLRG Kiel. „Seitdem in diesem Jahr in Mönkeberg Parkgebühren erhoben werden, kommen noch mehr Gäste an diesen Platz.“ Das Problem: „Bei heißem Wetter wird die Straße Zum Kesselort rechts und links zugeparkt, obwohl an einer Seite Parkverbot besteht“, so der Vorsitzende. Die DLRG, die in unmittelbarer Nähe ihre Geschäftsstelle hat, habe dann Schwierigkeiten, mit dem breiten Bootsanhänger durchzukommen.

DLRG lässt niemanden mehr aufs Klo

Ein weiteres Problem: Es fehlen auf dem Abschnitt öffentliche Toiletten. „Die Leute gehen in das angrenzende Gebüsch oder kommen zu uns“, sagt Wilke. „Bei schönem Wetter suchen uns Strandgäste auf, oft mit Kindern, barfuß und nass, um zu fragen, ob sie die Toilette benutzen dürfen“, erzählt die DLRG-Mitarbeiterin Andrea Iglesias. Da ein gewisses Ausmaß überschritten sei, habe die Organisation dem häufigen Ansinnen einen Riegel vorgeschoben. „Keine öffentlichen Toiletten“ steht auf einem Schild am Eingangszaun.

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Sollte der "Strand Hasselfelde" offiziell zum Strand werden?

Der „Strand Hasselfelde“ gilt im Internet als heißer Tipp. Doch ein „Strand“ ist der Abschnitt offiziell nicht.

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Stadtsprecher Arne Gloy sagt: „Die Stadt plant zurzeit nicht, für ein WC an der Grün- und Freifläche Hasselfelde zu sorgen.“ Eine offizielle Einstufung als Strand werde nicht angestrebt. Was wäre für eine solche Klassifizierung nötig? Das Verfahren sei einfach, so Gloy. Ein Antrag beim Hafen- und Schifffahrtsamt sowie beim Innenministerium genügten.

Strand-Klassifizierung würde Kosten nach sich ziehen

Doch im Bereich Hasselfelde einen öffentlichen Badestrand einzurichten, sei nur unter einem „äußerst hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand“ möglich. Es müssten nicht nur Parkplätze und sanitäre Einrichtungen geschaffen, sondern auch Wege für Rettungswagen ausgebaut werden. Anfallen würden darüber hinaus Kosten für eine Kampfmitteluntersuchung und gegebenenfalls -räumung sowie Altlastenanalysen und eventuelle Sanierungen des früher militärisch genutzten Grundstücks.

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