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Kiel Der Schaukelspaß ist bald vorbei
Kiel Der Schaukelspaß ist bald vorbei
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11:19 08.09.2016
Von Susanne Blechschmidt
Die Schaukeln im Hiroshimapark werden abgehängt. Das Grünflächenamt sieht sich dazu aus Haftungs- und Sicherheitsgründen gezwungen. Quelle: Susanne Blechschmidt
Kiel

Petra Holtappel, Leiterin des Grünflächenamtes, reagierte auf die Aktion von Unbekannten zwar verständnisvoll, machte aber gleichzeitig unmissverständlich klar: Die Schaukeln müssen weg!

 „Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes sind von den plötzlich in den Bäumen der Innenstadt aufgehängten Schaukeln ebenso überrascht worden, wie viele andere Kieler auch“, gab sie in einer Stellungnahme am gestrigen Mittwochnachmittag bekannt.

 Und obwohl intensiv überlegt worden sei, wie mit „dieser hübschen Idee umgegangen werden kann“, habe sich auch unter Zuhilfenahme externen Sachverstandes schnell herausgestellt, dass die Schaukeln aus haftungsrechtlichen Gründen nicht einfach so an Ort und Stelle belassen werden könnten: Sie müssten daher in den kommenden Tagen abgehängt werden.

 „Die anonymen Aktionskünstler haben sich sichtbar Mühe gegeben, das Wohl der Benutzer und der Bäume nicht zu gefährden“, räumte Holtappel zwar ein, „doch, was für den Privatgarten problemlos möglich ist, ist für den öffentlichen Raum durch gesetzliche Vorgaben, die vor allem die Verkehrssicherheit betreffen, nicht ausreichend“, heißt es.

 Um auch für Kinder eine attraktive Innenstadt bieten zu können, stelle das Grünflächenamt deshalb jeden Sommer eine übergroße Sandkiste auf dem Holstenplatz auf. Man bedaure, die Schaukeln abhängen zu müssen. Für die Zukunft appellierte das Grünflächenamt bei „weiteren tollen Ideen“ an den Unterstützerkreis – gegebenenfalls anonym – mit dem Amt im Vorwege abzusprechen, was tatsächlich möglich ist und was nicht.

 Die abgebauten Schaukeln können von den unbekannten Aktionskünstlern in der Gärtnerunterkunft im Ratsdienergarten nach Absprache unter Tel. 0431/901-1067 wieder abgeholt werden. sbt

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