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Kiel Hier sollen Elterntaxis künftig stoppen
Kiel Hier sollen Elterntaxis künftig stoppen
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13:39 06.11.2019
Von Annette Göder
Elternhaltestelle: Schon jetzt können Mütter und Väter, die ihre Kinder zur Schule fahren, die Haltebucht am Poppenbrügger Weg in der Nähe des Sportplatzes nutzen, doch in Zukunft sollen noch Schilder darauf hinweisen. Quelle: Annette Göder
Kiel

Eltern von Schulkindern halten nicht nur direkt vor der Grundschule Kronsburg, sondern auch in den engen, angrenzenden Straßen. Doch es gibt bereits eine Stelle, die sich nach Ansicht des Ortsbeirates und des Schulleiters Volker Schatkowski gut als Elternhaltepunkt eignet: eine lange Haltebucht im Poppenbrügger Weg auf der Rückseite des Sportplatzes. „Schon jetzt nutzen einige Väter und Mütter diese Stelle“, erklärte der Schulleiter. Von der Elternhaltestelle bis zur Schule sind es rund 200 Meter. „Es ist gut, wenn Schüler zumindest ein Stück ihres Schulweges zu Fuß zurücklegen”, sagte Schatkowski. „Sie sind kurz an der frischen Luft, werden dabei wach und treffen ihre Klassenkameraden.“

Haltepunkte mit zwei Schildern

Schon jetzt seien Gespräche mit dem Tiefbauamt gelaufen, das ein positives Signal gegeben habe, informierte der Ortsbeiratsvorsitzende Marco Outzen. Geplant sei, an den Elternhaltepunkten zwei Schilder aufzustellen: eins mit der Aufschrift „Elternhaltestelle“ sowie ein eingeschränktes Parkverbot für die Zeit von 7 bis 8 Uhr. Dieses soll sicherstellen, dass der Bereich nicht von parkenden Fahrzeugen versperrt wird. „Brauchen wir nicht auch ein Parkverbot in der Mittagszeit?“, fragte das Gremiumsmitglied Dirk Dehncke. Der Schulleiter hielt das für überflüssig: „Rund 80 Prozent unserer Schüler besuchen die betreute Grundschule und werden zu unterschiedlichen Zeiten abgeholt, sodass sich die Situation entzerrt.“

Zebrastreifen für mehr Sicherheit

Eine Bürgerin regte an, auch auf der gegenüberliegenden Seite eine Elternhaltestelle einzurichten. Der Ortsbeirat räumte ein, daran nicht gedacht zu haben und nahm den Einfall dankend an. So ergänzte er seinen Antrag an die Stadt um die Bitte, ebenfalls eine Elternhaltestelle im Poppenbrügger Weg auf Höhe der Hausnummern 53 bis 55 einzurichten, damit die Kinder aus beiden Fahrtrichtungen gebracht werden können. Doch wie soll dieser Abschnitt – zusätzlich zu den entsprechenden Schildern – kenntlich gemacht werden? Es kam die Idee auf, die Fläche zu schraffieren. Der Ortsbeirat bittet die Kieler Verwaltung darum, diese Möglichkeit zu prüfen. Einen Zebrastreifen brachte ein Einwohner ins Gespräch: „Vielleicht entsteht so noch mehr Sicherheit in dem Bereich.“ Auch dieser Vorschlag floss in den Antrag mit ein. So soll die Stadt herausfinden, ob für die Überquerung des Poppenbrügger Weges ein Zebrastreifen an der Haltebucht in Frage kommt.

Entschärfung der Verkehrssituation

In den Augen der Ortsbeiratsmitglieder hätten die beiden Elternhaltestellen im Poppenbrügger Weg nicht nur den Vorteil, dass die Verkehrssituation direkt vor der Schule entschärft werden könnte, sondern böten auch einen weiteren Pluspunkt: Das Gremium erhofft sich, dass weniger Elterntaxis die Straßen Reesenberg und Fettberg nutzen als bislang. „In diesen Straßenbereichen gibt es so gut wie keine Fußwege“, berichtete Outzen. „Dadurch werden die Kinder, die sich zu Fuß in diesem Bereich bewegen, gefährdet.“ Dagegen sei der Poppenbrügger Weg ebenso wie der zur Schule führende Teil des Kuhlackers als Schulweg mit entsprechend breitem Fußweg gestaltet worden. Der Ortsbeirat votierte einstimmig für die beiden Elternhaltestellen.

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