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Kiel Fundsachen an der Wäscheleine
Kiel Fundsachen an der Wäscheleine
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11:33 20.12.2019
Von Annette Göder
Fundsachen an der Wäscheleine: Felix (9) aus der dritten Klasse sowie die siebenjährigen Erstklässlerinnen Frida (Mitte) und Laya  hängen Mützen und Schals auf, die in der Grundschule Wellsee gefunden wurden. Quelle: Annette Göder
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Als Birgit von Glahn vor einigen Jahren Leiterin der Grundschule Wellsee wurde, missfiel ihr, wie die Fundsachen aufbewahrt und ausgestellt wurden: „Die Sachen wurden in Kisten gesammelt, was ich unhygienisch fand. Und jeweils eine Woche vor den Ferien wurden sie auf dem Fensterbrett aufgestapelt und zerwühlt, was einen unordentlichen Eindruck hinterließ.“ Doch zunächst fehlte es an einer Idee für eine Alternative.

An der Wäscheleine entdecken die Schüler ihr Eigentum leichter wieder

Im Rahmen von Veranstaltungen besuchte die städtische Architektin Christiane Siebelts-Ruf die Schule. „Sie hat vorgeschlagen, eine Wäscheleine für Fundstücke zu spannen“, erzählt von Glahn. Das ganze Jahr über hängt nun im Flur eine solche Leine. Ob Glitzershirt oder Kugelschreiber ­ alles, was Schüler liegenlassen, wird mit Klammern aufgehängt. „Wir haben seitdem letztendlich wesentlich weniger Fundsachen“, erzählt die Schulleiterin. „Denn die Kinder gehen durch den Flur und erkennen ihre Sachen oder die ihrer Freunde wieder.“ Jeweils vor den Ferien würden die wenigen übrig gebliebenen Sachen zum Fundbüro gebracht, so die Schulleiterin. „Früher sind säckeweise Fundsachen angefallen.“

Laut Pressestelle werden beim Kieler Fundbüro viele Fundsachen abgegeben, die Kindern bzw. Schülern gehört haben wie Schwimmbrillen oder Turnbeutel. Doch es gebe nur wenige entsprechende Suchanfragen.

Elternbriefe an der Grundschule Kronsburg

Der Leiter der Grundschule Kronsburg, Volker Schatkowski, erzählt: „Unser Fundsachenschrank im Sekretariat quillt gerade in der kälteren Jahreszeit über; und auch gute Kleidung ist dabei.“ Regelmäßig informiert ein Klassenbrief die Eltern, wann die Fundsachen wieder auf Tischen oder Leinen übersichtlich präsentiert werden. „Auch unsere Lehrkräfte gehen mit den Kindern dann zu dieser Sammlung“, informiert der Schulleiter.

Doch wie sollen Schulen bei der Fülle der Fundstücke den Anforderungen gerecht werden, die für Fundsachen gelten? Laut Kieler Pressestelle gilt für Schulen eine verbindliche Geschäftsanweisung von 2002, die der damalige Oberbürgermeister Norbert Gansel unterschrieben hat.

Regeln für Fundsachen sind 18 Jahre alt

Meldet sich der Verlierer, so muss er demnach „glaubhaft“ machen, dass er der Eigentümer einer Fundsache ist. Der Schüler erhält sie dann gegen eine Quittung. Für Fundsachen über zehn Euro gilt darüber hinaus: Wenn ein Finder eine Fundsache abgibt, muss eine „befugte Person“ der Schule gemeinsam mit dem Finder das Fundstück auf „besondere Kennzeichen“ hin „untersuchen“, zum Beispiel in Hinblick auf Farbe und Materialart. Der Schulmitarbeiter ist dann angewiesen, Fundstück, Merkmale, das Datum, den Fundort sowie Name und Anschrift des Finders in ein „Fundbuch“ zu notieren. Jede Schule soll ein solches nach diesem Schema führen.

Besondere Regelungen für wertvolle Fundsachen

Besondere Bestimmungen gibt es für den Fund von Bargeld über zehn Euro sowie „wertvolle Gegenstände“ wie Schmuck. Hier sind noch zusätzlich zur Eintragung ins Fundbuch Unterschriften des Finders und des Schulmitarbeiters nötig. Spätestens am Tag nach dem Fund muss das wertvolle Stück bzw. das Geld dann im Fundbüro des Ordnungsamtes abgegeben werden.

Geschäftsanweisungen sind verbindlich

Es ist Pflicht, eine solche Geschäftsanweisung zu befolgen. „Ihre Nichtbeachtung hat unter Umständen arbeitsrechtliche bzw. disziplinarische Konsequenzen“, erläutert der Ordnungsamtsleiter Frank Festersen.

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