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Kiel Das Ende der maroden Angerbauten
Kiel Das Ende der maroden Angerbauten
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20:36 20.08.2018
Von Martina Drexler
Dekan Frank Kempken, Lutz Kipp (CAU Präsident), Architekt Björn Bergfeld, Frank Eisoldt (GMSH, Bildungministerin Karin Prien, Beatrix Schmidt (CAU) bei der Grundsteinlegung für den Neubau Geographisches Institut der CAU. Quelle: Frank Peter
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Steht erst einmal der fünfgeschossige Neubau ab 2020 zwischen Olshausenstraße und Westring, kann er aus Sicht Kipps mit großer Aufenthaltsqualität und besten Lehr- und Lernbedingungen punkten. Und dann, freut er sich, werden die Angerbauten nicht mehr nur mit Sturmschließung verbunden sein. Bläst der Wind über Stärke 10, heißt das heute, dass alle die Gebäude verlassen müssen. Keine gute Situation für die 120 Mitarbeiter und 1100 Studenten, erinnerte Prof. Frank Kempken, Dekan der Mathematik und Naturwissenschften, daran, wie er bereits 2012 nach einer entsprechenden Warnung an der Wetterseite des Geografie-Gebäudes zahlreiche Schimmelpilz-Kolonien entdeckte. Das moderne und innovativ gestaltete Gebäude für die Geografie werde dagegen inspirierende Lehr- und Lernumgebungen schaffen, ist er überzeugt.

Eine Sanierung der Angerbauten erwies sich angesichts des maroden Zustandes als nicht wirtschaftlich. Der Neubau, der mit seinen Ecken am Dach und im Grundriss laut Eisoldt als einziger noch an das Ensemble erinnern werde, bietet mit 3600 Quadratmetern Nutzfläche 1200 Quadratmeter mehr Platz. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss entsteht ein moderner Seminarbereich mit studentischen Arbeitsflächen. Mancher Raum geht auch an Informatiker. Beide Geschosse soll eine großzügige Freitreppe verbinden.

Büros und Rechenzentrum unter einem Dach

Im zweiten bis vierten Obergeschoss werden Büros eingerichtet, im fünften Obergeschoss die Gebäudetechnik. Im Untergeschoss bringt das Rechenzentrum die Datensicherung unter. Auf etwa 18,5 Millionen Euro bezifferte der GMSH-Geschäftsführer die Kosten für das neue Zuhause der Geografen. Der Löwenanteil kommt dabei vom Land, sodass Ministerin Prien den Bewilligungsbescheid in die Kapsel zur Grundsteinlegung steckte. Neben CAU-Gedenkmünze, einer KN-Ausgabe und Bauplänen kam ein besonderes Erinnerungsstück von Prof. Kempken: Er warf ein Blatt Papier mit einem Zitat des Philosophen Immanuel Kant in die Kapsel. Die Geografie, meinte dieser, mache uns zu Weltbürgern: „Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geografie.“

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