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Kiel Fan und HSV einigen sich vor Gericht
Kiel Fan und HSV einigen sich vor Gericht
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13:47 25.01.2019
Im Rechtsstreit am Landgericht Kiel ging es um Karten für das Spiel Holstein Kiel gegen HSV. Ein Fan hatte Karten über Facebook veräußert. Quelle: Frank Molter/dpa (Symbolbild)
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Kiel

Fußball-Zweitligist Hamburger SV und ein Fan haben im Rechtsstreit um im Internet angebotene Karten für das Saison-Eröffnungsspiel gegen Holstein Kiel einen Vergleich geschlossen.

Der 52-Jährige musste sich vor dem Landgericht Kiel am Freitag verpflichten, künftig keine Karten für Heimspiele des Clubs mehr öffentlich anzubieten, insbesondere im Internet. Im Gegenzug reduzierte der Verein die Vertragsstrafe auf die Kosten der von dem Mann gekauften, aber zum Spiel im August 2018 gesperrten Karten.

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HSV hat keine autorisierten Internet-Marktplätze

Der Mann aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) hatte die HSV-Tickets in einer Facebook-Gruppe veräußert. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen des HSV untersagen jedoch den Weiterverkauf über „nicht vom HSV autorisierte Internet-Marktplätze“.

Die Frage von Richter Patrick Breyer, ob es denn überhaupt autorisierte Plattformen gebe, verneinte der Anwalt des Hamburger SV. Das schließe jedoch nicht aus, dass es künftig welche geben könnte.

HSV-Fan wurde für Kartenverkauf über Facebook abgemahnt

Der Zweitligist hatte den HSV-Fan abgemahnt und von ihm die Zahlung von 800 Euro plus 865 Euro Gebühren verlangt. Der als Schiedsrichter aktive Mann räumte vor Gericht ein, in drei Fällen Karten bei Ebay oder auf Facebook angeboten zu haben.

„Ich finde das mehr als nur rotzfrech vom HSV“, sagte er nach der Verhandlung. Er sei deshalb nach knapp 15 Jahren Mitgliedschaft ausgetreten. „Ich habe in fünf Jahren mehr als 7000 Euro für HSV-Karten ausgegeben.“ Momentan gehe er nicht ins Stadion, „ich werde irgendwann aber wieder hingehen“. Er werde wegen dieser „bodenlosen Frechheit“ nicht zum FC St. Pauli oder Holstein Kiel „überlaufen“.

Von KN/dpa

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