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Kiel Eine feucht-fröhliche Angelegenheit
Kiel Eine feucht-fröhliche Angelegenheit
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20:00 26.08.2018
Von Karin Jordt
Sieger im Kahnrudern der Vereine wurde der Erste Kieler Bootshafenverein. Die Crew paddelte am schnellsten. Quelle: Karin Jordt
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Kiel-Wellingdorf

Spannende Rennen lieferten sich wieder einmal die Crews der Vereine, denn jede Mannschaft möchte die begehrte Schwentineglocke für ein Jahr im eigenen Vereinsheim aufhängen. Es gewann der Erste Kieler Bootshafenverein (1. KBV) vor dem Wassersportclub Ellerbek (WSCE). Den dritten Rang erkämpfte sich das Team vom Jugendkutterprojekt, gefolgt von der Gastgeber-Mannschaft des EWSK, die Probleme mit der Navigation hatte, kurz nach dem Start vom richtigen Kurs abkam und in Richtung Liegeplätze eierte, dann aber mächtig aufholte. Den fünften Platz belegte die Ellerbeker Büttgill vor dem SVE Comet, dem Wellingdorfer Turnverein (WTV) und der Crew vom Lauftreffverein Kiel-Ost, die an Land zu Fuß ganz offensichtlich schneller unterwegs ist als auf dem Wasser. „Lopen köönt se beter“, kommentierte EWSK-Vorsitzender Rainer Carlsson.

Fischersfrauen lieferten sich ein gemütliches Rennen

Zuvor hatten sich die Froonslüüd in den traditionellen Trachten zu flotten Klängen des Spielmannszugs vom Wellingdorfer Turnverein ein gemütliches Rennen in den nachgebauten Fischerkähnen „Ellerbek“ und „Wöllndörp“ geliefert. Bis zur Wendetonne wurde reingehauen, dann gab es – Prost! – eine flüssige Stärkung, die irgendwo aus den Tiefen der wolligen Rocktaschen hervorgekramt und in Seelenruhe genossen wurde. Dann ging es schön suutje weiter, wobei diesmal das Team „Wöllndörp“ ganz knapp vorn lag. „Wir tragen Arbeitstrachten, keinen Sonntagsstaat“, erklärte Nina Wellendorf, „das unterscheidet uns von anderen Trachtengruppen.“

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Für die alten Fischer war das Segeln harte Arbeit

Über die Idee, einfach nur zum Spaß zu segeln, hätten die Ellerbeker Fischer früher wohl nur den Kopf geschüttelt. War doch das Segeln für sie harte Arbeit, um bei Wind und Wetter den Lebensunterhalt zu sichern. Als die Segelboote in den 1920er-Jahren mehr und mehr durch Motorboote ersetzt wurden, gründeten Bewohner der Fischersiedlung 1926 den Ellerbek-Wellingdorfer Segelklub (EWSK), um die Fertigkeiten des Segelns auch den folgenden Generationen beizubringen. An den Alltag in der Fischersiedlung und die Umsiedlung der Einwohner für die Expansion der Werftanlagen erinnert der EWSK jedes Jahr mit dem Hafenfest, zu dem auch die Segelregatten und das Katerfrühstück mit hausgemachten Fischspezialitäten gehören. Die Sieger der Regatten in drei verschiedenen Klassen sind in diesem Jahr Stefan Wellendorf mit „Perle“, Gerd Bahr mit „Sierrah“ und Bruno Schmidt mit „Abraxas“.

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