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Kiel Leser äußern Unverständnis, Trauer, Wut
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14:22 03.05.2019
Von Sven Hornung
Nicht nur als Konzertsaal äußerst beliebt: die Halle 400 in Kiel. Demnächst ist der Veranstaltungsort jedoch Geschichte. Quelle: Manuel Weber
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Kiel

Tattoo Convention, Parteitage, Theateraufführungen: Wenn zur Weihnachtszeit Wikingerhelme gesichtet werden, dann ist Bagaluten-Wiehnacht in der Halle 400. Das Traditionskonzert der norddeutschen Spaß-Rocker von Torfrock sorgt bei Fans für eine fröhliche und entspannte Feieratmosphäre. Beim Oktoberfest wackeln die Tische, das Bier schäumt, der Boden klebt. Schüler organisieren Abi-Partys, Chöre verwandeln mit groß angelegtem Sound die Halle 400 zu einem Konzertsaal. „Dort habe ich schon richtig geile Feten erlebt. Unglaublich, dass das bald alles Geschichte ist“, sagt Dennis Jumpen. Denn die Halle 400 schließt und wird in eine Kita umfunktioniert.

„Ich bin selbst Erzieherin und finde das total daneben“, sagt Lisa Lasch, „die Stadt Kiel hat doch schon so wenige Veranstaltungsorte.“ Sophie Bente meint: „Und wo feiern wir dann das Oktoberfest?“ Sören Haßforther verbindet mit der Halle 400 schöne Erinnerungen. 

Kaum Alternativen in Kiel

Auch Hendrik Arndt Schreiber ist fassungslos. „Die Schließung der Halle 400 ist ein weiteres Beispiel für die negative Entwicklung in Kiel. Die Stadt würde es sogar schaffen, die Förde einzubetonieren, um dort noch Wohnhäuser zu bauen. Kiel schafft sich ab“, meint er.

Ähnlich sieht es Irina Kramer. Kiel solle sich noch mehr mit anderen Städten vergleichen, vor allem in Bezug auf die bauliche und gesellschaftliche Entwicklung. „Mir wird bei dem Gedanken unwohl, dass bald ein weiteres Veranstaltungszentrum fehlt“.

Halle 400: Kein Recht auf Ewigkeit

Verständnis äußerte Tim Schwabedissen: „Die Stadt stellt sich gerade für die Zukunft neu auf. Und es gibt kein Recht auf Ewigkeit“, meint er. Es gebe ja auch noch andere Veranstaltungsorte. Dass Halle-400-Betreiber Ahmed-Reza Zirakbash auf mögliche Probleme mit Nachbarn hinweist, wenn dann links und rechts der Halle Wohnhäuser stehen, lobt Leser Hendrik Wedhorn: „Hut ab vor so viel Weitsicht.“

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Die Halle 400 mit Platz für fast 1100 Besucher (ohne Bestuhlung) gehört derzeit neben der Sparkassen-Arena Kiel zu den größten Veranstaltungszentren der Landeshauptstadt. Zum Komplex gehört auch ein Restaurant mit Biergarten.

Die Freianlage ist die zweitgrößte der Landeshauptstadt. Ab Februar 2020 müssen sich Veranstalter eine andere Location suchen. Denn ab diesem Zeitpunkt starten die Umbauarbeiten zur neuen Kita, die bereits im Herbst 2020 bezugsfertig sein soll.

Großeinsatz für die Feuerwehr Kiel in Schlagdistanz zur Hauptwache: An der T-Kreuzung von Knooper Weg und Holtenauer Straße mussten die Retter am Freitagmittag unter Atemschutz in die Kühlanlage eines Supermarktes vorrücken. Ein Kompressor war für extreme Rauchentwicklung verantwortlich.

Niklas Wieczorek 03.05.2019
Kiel Elmschenhagen/Kroog - Einbruchserie sorgt für Unruhe

Die Angst vor Einbrüchen geht um. Seit Mitte Februar registrierte die Polizei in Elmschenhagen-Süd und Kroog 32 Taten, die meisten in Einfamilienhäusern. „Im ersten Quartal ist Elmschenhagen/Kroog Spitzenreiter bei den Stadtteilen“, stellte Sven Petersen von der Polizei Kiel im Ortsbeirat fest.

Karin Jordt 03.05.2019

Die Stadtwerke Kiel passen die Kosten für das Laden von E-Autos an den öffentlich betriebenen Ladesäulen in der Kiel und Umgebung an. Die bisher pro Ladevorgang erhobene Grundgebühr in Höhe von 1,90 Euro entfällt. Der Preis pro geladene Kilowattstunde Ökostrom steigt dafür um zehn Cent auf 39 Cent.

KN-online (Kieler Nachrichten) 03.05.2019