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Kiel Abschied von einer Legende
Kiel Abschied von einer Legende
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11:00 19.10.2018
Von Frank Behling
Kehrte 2009 an den Ort zurück, der sein Leben prägte: der Kieler Kapitän Hans Peter Jürgens vor Kap Hoorn. Quelle: Ankerherz-Verlag/Jörg Klaus
Kiel

Der Lebenslauf des Holtenauer Kapitäns Hans-Peter Jürgens liest sich so, dass er in der heutigen Zeit wohl für drei Kapitäne gereicht hätte. Schiffsjunge, Offizier, Kapitän, Maler und auch Buchautor waren seine Stationen. Im Alter von 94 Jahren starb Jürgens in der vergangenen Woche. Piet, wie ihn seine Kapitäns-Kollegen nannten, hat die Seefahrt aus allen Blickwinkeln erlebt. International bekannt wurde er als Marinemaler und als der letzte Vorsitzende der deutschen Sektion der Bruderschaft der Kap Horniers.

"Er war ein guter Mensch"

„Er war ein guter Mensch. Man konnte immer zu ihm kommen, er wusste immer Rat und war immer offen“, sagt Kapitän Klaus Helms. Wie Jürgens hat auch Helms das Handwerk des Seemanns an Bord großer Windjammer erlernt. Mit harter Arbeit, brutalem Wetter, langen Reisen und oft begleitet durch den Verlust von Freunden auf See und schweren Verletzungen. Als Helms 1951 auf der „Passat“ anmusterte, machte Hans-Peter Jürgens auf der Seefahrtschule in Elsfleth sein Patent.

Erst nach Kriegsende kehrte Jürgens nach Deutschland zurück

Bei der ersten Reise nach Chile wurde sein Schiff in Valparaiso vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 überrascht. In Chile stieg er dann als Hilfsarbeiter in den Straßenbau ein. Beim Versuch, nach Deutschland zurückzukehren, geriet Jürgens 1941 als Besatzungsmitglied des Blockadebrechers „Erlangen“ im Atlantik vor die Geschütze des britischen Kreuzers „Newcastle“. Er wurde gerettet, kam in britische Kriegsgefangenschaft. Erst in Westafrika, dann in Schottland und schließlich in Kanada. Nach Kriegsende kehrte er sofort nach Deutschland zurück. Hier angekommen, musterte er 1946 in seiner Heimatstadt Cuxhaven wieder an. 1949 bis 1951 durchlief er an der Seefahrtschule Elsfleth die Offiziersausbildung und erhielt 1953 sein Patent. 1958 wurde er bei der Bremer Schwergutreederei Hansa Kapitän. Nach nur einem Jahr bewarb er sich in Kiel bei der Lotsenbrüderschaft NOK II, in die er im Dezember 1959 aufgenommen wurde. Er zog nach Holtenau, gründete eine Familie. Nachdem er mit 63 in den Ruhestand wechselte, blieb er aber auch dort aktiv.

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