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Kiel Das Glücksrad ist zurück in Kiel
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15:34 05.08.2019
Von Oliver Stenzel
War die gute Seele der Kaffeebar und führt sie jetzt unter dem Namen Sostenido weiter: Katharina Röttmerhusen. Quelle: Oliver Stenzel
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Kiel

Wer dieser Tage die unter dem Namen „Kooperativa“ bekannt gewordene und 2016 in „Hansa II“ umbenannte Kaffeebar in der Hansastraße betritt, gewinnt vertraute und neue Eindrücke zugleich. Vertraut ist der Vintage-Charme der ehemaligen Fleischerei, die Sven-Ole Jensen vor 15 Jahren in einen kleinen Kult-Spot für Koffein-Fans verwandelte. Vertraut ist auch das hochwertige Food-Angebot in der Vitrine, das seit jeher maßgeblich zu dessen Anziehungskraft beiträgt. Und vertraut ist auch die herzliche Präsenz von Katharina Röttmerhusen, die in zwei Jahren hinter dem Tresen der „Hansa II“ rasch zu ihrem Gesicht wurde. „Gerade weil wir den Laden jetzt übernommen haben, möchten wir ihn in dem Geist fortführen, durch den er beliebt geworden ist“, sagt die 33-Jährige überzeugt.

Katharina Röttmerhusen ist die Premiumlösung

Denn seit Juli haben Katharina und ihr Verlobter Vincent Penter die Kaffeebar von Sven-Ole Jensen übernommen. „Ich hatte nach dreißig Jahren in der Gastronomie und 15 Jahren in der Hansastraße das Bedürfnis, einen neuen Akzent in meinem Leben zu setzen“, erläutert der 50-Jährige, der zukünftig unter anderem als Yoga-Lehrer arbeiten möchte, seine Entscheidung und ergänzt: „Dass Katharina als meine rechte Hand und gute Seele des Ladens Lust hatte, ihn fortzuführen, stellt für mich die absolute Premiumlösung dar.“ Nach einer kurzen Umbaupause präsentiert sich das „Sostenido“, wie die neue Betreiberin das dicht am Schrevenpark liegende Café getauft hat, in hellen Sand- und Grautönen. Zum damit einhergehenden Eindruck von mehr Raum tragen auch der vergrößerte Sitzbereich und der versetzte Tresen bei. „Das ist ja total schön geworden“, befindet eine Stammkundin, die gerade zum ersten Mal das wiedereröffnete Lokal betritt und bringt damit die häufigste Gästereaktion auf den Punkt.

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Hier wird Nachhaltigkeit gepflegt

„Es ist toll, dass das Sostenido so gut ankommt“, freut sich dementsprechend Katharina Röttmerhusen, die mit dem Namen zum einen an die spanischen Einflüsse in ihrer mütterlichen Familienlinie und zum anderen auf ihre Betriebsphilosophie Bezug nimmt. „Übersetzt bedeutet das Wort Nachhaltigkeit, die ich hier verstärkt pflegen möchte“, erklärt sie. Etwa siebzig Prozent der angebotenen Waren beziehe sie von regionalen Erzeugern und Handwerksbetrieben. In einem nächsten Schritt soll nun auch das To-go-Geschäft nachhaltiger gestaltet werden. Angedacht ist für die Zukunft überdies ein größeres Angebot an „Healthy Food“ sowie ein warmer Mittagstisch, den sich viele Kunden wünschen.

Zusatzspaß bei jeder Bestellung

Zu diesen zählen neben den zahlreichen Kiezbewohnern auch Kaffeefreunde, die die Hansastraße 2 wegen der natürlichen Gastlichkeit und persönlichen Ansprache ansteuern, die für Katharina Röttmerhusen typisch ist. „Der Plausch am Tresen gehört fest zu unserem Laden“, bekennt die gebürtige Preetzerin, die zunächst den Beruf der Gärtnerin erlernte, bevor sie in die Gastronomie wechselte. Und noch etwas gehörte seit Eröffnung der „Kooperativa“ im Jahr 2004 fest zur Theke: das Glücksrad, das dem Gast von Zeit zu Zeit einen Freikaffee beschert, vor allem aber einen Zusatzspaß bei jeder Bestellung bietet. Als es in der Schlussphase der „Hansa II“ verschwand, war die Enttäuschung allseits groß. Dass seine Rückkehr auf den Ladentisch zu Katharinas ersten Taten nach der Übernahme zählte, spricht für sich.

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