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Kiel Stadt ist zurück auf dem Wohnungsmarkt
Kiel Stadt ist zurück auf dem Wohnungsmarkt
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21:18 24.02.2017
Von Anne Steinmetz
Gerwin Stöcken, Peter Todeskino und Architekt Jörg Behrmann (von links) präsentieren die Pläne für das neue städtische Wohnungsprojekt in unmittelbarer Nähe des Flughafens Holtenau. Quelle: Volker Rebehn
Kiel

Auf dem Gelände des Schusterkrugs 8-10 präsentierten beide die Pläne für das erste städtische Bauprojekt seit dem Verkauf der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) um die Jahrtausendwende.

„Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt“, kommentierte Stöcken diesen Wiedereinstieg auf den Wohnungsmarkt. Todeskino betonte, dass dadurch keine Konkurrenz für die private Wohnungswirtschaft entstehe. „Wir haben entschieden, nur dann zu bauen, wenn es niemand anders möchte.“ Die städtischen Grundstücke werden erst zum Verkauf angeboten. Wenn sich kein Investor finde, der das Grundstück kaufen wolle, übernehme die Stadt. „Der Wohnungsbedarf ist ohnehin so groß, dass es allein durch den privaten Wohnungsbau nicht zu schaffen ist“, so Todeskino. Deshalb wurde in der Verwaltung im vergangenen Jahr eigens eine Stabsstelle Wohnungsbau eingerichtet, die sich um die städtischen Wohnungsprojekte kümmert. „Es ist keine Konkurrenz, sondern eher eine Ergänzung zur privaten Wohnungswirtschaft“, erklärte Stöcken.

 14 Wohnungen wird die Stadt nun in ihrem ersten Projekt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Holtenau bauen – allesamt im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. „Es ist wichtig, dass auch diejenigen eine Wohnung finden, die sonst auf dem Wohnungsmarkt abgehängt sind“, betonte Stöcken. Unter sechs Euro pro Quadratmeter soll der Mietpreis liegen. Besonders Familien will die Stadt mit ihrem Bauvorhaben ansprechen, deshalb entstehen am Schusterkrug vor allem Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen.

2,2 Millionen Euro kostet der Bau

 Rund 2,2 Millionen Euro wird der Bau kosten. 250000 Euro davon erhält die Stadt als Zuschuss vom Land, den Rest finanziert sie über das Landes-Förderprogramm „Erleichtertes Bauen“. Ein Programm, das im vergangenen Jahr angesichts der zahlreichen Flüchtlinge in Schleswig-Holstein aufgelegt wurde. Es soll es für Kommunen und Investoren einfacher machen, Wohnraum zu schaffen. Dafür werden die Baustandards abgesenkt. Am Schusterkrug etwa wird in das dreistöckige Gebäude kein Fahrstuhl eingebaut, auch auf Balkone wird verzichtet. Gleichzeitig ist in den Wohnungen eine höhere Belegung möglich. Während normalerweise die Regel ist, dass eine Wohnung für eine Person nicht kleiner als 40 Quadratmeter und nicht größer als 50 Quadratmeter sein darf, können in den Wohnungen am Schusterkrug auch drei Personen in eine 50 Quadratmeter große Wohnung einziehen.

 Auf diese Weise ist eine geringere Miete möglich, und der gesamte Bauprozess wird beschleunigt. Im März werden die Bauarbeiten am Schusterkrug beginnen, im November soll das gesamte Gebäude schon stehen und bezugsfertig sein. Das sei auch möglich, weil hier in Schottenbauweise gebaut werde, erläuterte Architekt Jörg Behrmann vom Architekturbüro Hochfeldt und Partner. „Das heißt, die Wohnungsgrößen können flexibel gestaltet werden.“ Dennoch seien die Wohnungen hochwertig und langlebig.

 Die Politik begrüßt den Schritt der Stadt, wieder selbst zu bauen. „Wieder aktiv Wohnungsbau zu betreiben, ist ein Paradigmenwechsel für die Stadt“, teilten der wohnungsbaupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Claus Wittig, und SSW-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmidt mit. „Das Projekt am Schusterkrug leitet die Renaissance des sozialen Wohnungsbaus ein.“ Die beiden Fraktionen unterstützten das Vorhaben, dass die Stadt seit diesem Jahr mit einem Budget von jährlich sechs Millionen Euro wieder selbst baut.

 Die nächsten beiden städtischen Bauprojekte stehen auch schon fest. Sie sollen in Wellingdorf und in Dietrichsdorf entstehen, teilten die beiden Dezernenten am Freitag auf der Baustelle mit.

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