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Kiel Hells Werke wandern weiter
Kiel Hells Werke wandern weiter
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18:06 10.06.2009
Kiel

-Ing. Rudolf Hell in Kiel“ mussten nun von der Wik nach Suchsdorf umziehen. Doch auch der neue Standort ist keine Dauerlösung.Drei 40-Tonner brachten rund 60 Paletten mit kleineren Geräten und 15 größeren Exponaten, darunter ein 1000 Kilogramm schwerer Vario Klischograph, vom Wiker Sitz der Firma Kodak zur Lagerhalle der Heidelberger Druckmaschinen im Stadtteil Suchsdorf. Notwendig wurde der Umzug nach zweieinhalb Jahren wegen Personal- und Flächenabbaus bei Kodak.Kommunikationsgeräte, Funk- und Hellschreiber und Scanner - die Sammlung umfasst von Hell selbst oder seiner Firma Dr.-Ing. Rudolf Hell GmbH erfundene, ebenso weiterentwickelte, gefertigte und vertriebene Produkte. Schon 2001 begannen einige Mitarbeiter zum 100. Geburtstag des Erfinders Geräte und Unterlagen aus den Anfängen des Unternehmens 1929 zu sammeln, zu restaurieren und funktionsfähig zu machen. „Wir haben Originale von 1930 bis zirka 2000 aus dem breiten Hell-Spektrum“, erklärt Lothar Deckert, Vorsitzender des 32 Mitglieder starken und 2005 gegründeten Vereins, der Mitglied im Museumsverband Schleswig-Holstein ist.Anfangs war der Verein mit den Exponaten im ehemaligen Hell-Freizeitheim in Suchsdorf (Heidelberger Druckmaschinen AG) untergebracht, doch der Bauernhof wurde verkauft. Damit fiel nicht nur das Lager, sondern auch Ausstellungsfläche weg. Für zweieinhalb Jahre lagerte die Sammlung dann in der Wik.Doch mit dem Personal- und Hallenabbau Kodaks drohte der Hellschen Sammlung „ein Ende in der Schrottpresse“. Emsig suchte der Verein nach einer neuen Halle und fand Lager-Unterschlupf beim Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen. „So ein Umzug tut jedes Mal weh, da fällt mal was hin oder durch unebenen Boden ab“, sagt Schatzmeister Dieter Preuß. Und außerdem: Was nützt ein solch liebevoll behütetes Erbe, wenn es der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist? Der Verein nahm zwar schon mit der Fachhochschule (Computerschau-Sammlung) am Internationalen Museumstag, an der Museumsnacht und dem Tag der Deutschen Einheit teil.Doch die Nutzung der neuen Halle ist wieder „nur für Lagerzwecke und vorübergehend, wir sitzen nach wie vor auf glühenden Kohlen“, meint Frank Schlünsen, zweiter Vorsitzender. Gesucht wird in Kiel und Umgebung ein kostengünstiges Lager von 400 Quadratmetern Fläche, ebenso Ausstellungs- und Werkstatträume samt sanitären Anlagen und Parkplätzen. „Wir würden gerne eine lebendige Ausstellung und Technik zum Anfassen bieten“, erklärt er.Mehrfach habe sich der Verein schon an die Stadt gewandt, „die weiß über unsere Situation Bescheid, findet die Sammlung ganz toll, aber nix passiert“, klagt Schlünsen. Schließlich sei Hell ja Ehrenbürger der Stadt Kiel, sein Unternehmen hatte in Hochzeiten bis zu 3500 Mitarbeiter, „das ist doch kein Pappenstiel“. Neben unverbindlichen Gesprächen mit der FH hat der Verein Kontakt zum Landeskonservator geknüpft und hofft, dass die Sammlung als erhaltenswert eingestuft wird, um gefördert zu werden. „Wenn man so etwas erst einmal hat, könnten wir uns besser verkaufen, unsere Bekanntheit erhöhen und jüngere Mitglieder werben“, sagt Gründungsmitglied Andreas Müller. Unterstützung in Form eines Webdesigns und Faltblättern gibt es übrigens demnächst von der Tochter des Erfinders, Veronika Hell.

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