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Kiel Der neue Beirat will kein Hochhaus
Kiel Der neue Beirat will kein Hochhaus
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07:00 01.02.2017
Von Kristian Blasel
Gleich mehrere mögliche Entwürfe für das Hotel am Exerzierplatz brachten der Hamburger Architekt Liam Earley (v.li.) und Revitalis-Vorstand Thomas Cromm mit. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Trotzdem bat das Gremium, dessen Vorsitz am Dienstag der Architekt Julian Weyer aus Aarhus übernommen hat, die Vertreter von Revitalis, ihre Pläne komplett zu überarbeiten. Ein Wunsch, den Revitalis-Vorstand Thomas Cromm zurückwies. „Das Thema Baukörper ist durch“, sagte Cromm mit Verweis auf den geltenden Bebauungsplan und vertraglich vereinbarte Fristen. „Sonst ist der Betreiber weg.“

 Cromm war in Begleitung des Architekten Liam Earley vom Hamburger Planungsbüro MPP eigentlich erschienen, um über verschiedene Fassadenentwürfe zu sprechen. Mehrere Modelle stellten sie im Magistratssaal auf. Doch darüber wollte der neue Beirat, der lediglich eine beratende Funktion hat, gar nicht diskutieren. „Ich finde die alle super“, sagte die stellvertretende Beiratsvorsitzende Ingrid Spengler, die ebenfalls als Architektin in Hamburg tätig ist. Das Projekt sei aber ein „städtebauliches Problem“. Deshalb plädiere sie dafür, „einen Schnitt zu machen“ und ein Hotel ohne Hochhaus zu planen.

 So verhakte sich die Diskussion schnell. Auf der einen Seite verwies Revitalis auf den geltenden Bebauungsplan, der stets Richtschnur für die Entwürfe des Investors gewesen sei. Sein Unternehmen wolle nicht gegen die Stadt arbeiten, betonte Cromm mehrfach. Auf der anderen Seite äußerten sich neben Weyer und Spengler auch die Beiratsmitglieder Christiane Haberkorn (Landschaftsarchitektin aus Lübeck) sowie Gregor Sunder-Plassmann (Architekt aus Kappeln) und Nils Meyer vom Landesamt für Denkmalpflege nicht zur Fassadenfrage. Sie wünschen sich einen deutlich niedrigeren Riegelbau vor der Sparkassen-Arena, der auch das gesamte Gelände rund um den Exerzierplatz berücksichtigt.

 „Es ist alles ausgetauscht“, stellte Bürgermeister Peter Todeskino, der als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht ebenfalls dem Beirat angehört, schließlich fest. Und er erinnerte angesichts der unüberbrückbaren Differenzen in dieser Runde an die rechtliche Situation: „Das Hotel darf gebaut werden, der Bauvorbescheid wird zugestellt.“ Thomas Cromm zeigte sich jedoch enttäuscht über den Verlauf der Debatte. „Gefühlt würde ich inzwischen sagen, wir lassen das Projekt.“

Nun ist es amtlich: Der Delfin „Fiete“, der im vergangenen Jahr wochenlang die Kieler Förde und die Ostsee besuchte, hat anscheinend ein paar Schweinswale auf dem Gewissen.

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