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Kiel Zweifelhafte Rettung
Kiel Zweifelhafte Rettung
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07:00 09.04.2015
Von Thomas Lange
Am 30. Januar 1945 verließ die „"Wilhelm Gustloff“" die Danziger Bucht - rund 9000 Menschen ertranken bei ihrer Flucht über die Ostsee, nach das Schiff von russischen Torpedos getroffen wurde. Quelle: NDR/Heinz Schön
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Kiel

Als sich 1945 Tausende von Menschen aus den deutschen Ostgebieten Richtung Westen in Bewegung setzten, war der Weg über die Ostsee oft die letzte Möglichkeit, dem Grauen von Flucht und Vertreibung zu entkommen. Dabei kam dem Großadmiral Dönitz eine tragende Rolle zu – oder doch nicht? Der Kieler Marinehistoriker und Fregattenkapitän a.D. Dr. Dieter Hartwig bietet einen kritischen Blick auf die Rolle der Marine bei der Rettung über die Ostsee. Sein VortragRettung über die Ostsee durch die Kriegsmarine 1945“ ergänzt die aktuelle Ausstellung „Flucht und Vertreibung – 1945 bis heute“ im Kieler Flandernbunker.Der Verein Mahnmal Kilian zeigt die Schau bis zum 26. April und sucht noch Zeitzeugen und Dokumente aus der Zeit von 1945 bis zur Gegenwart und aktuellen Krisengebieten. Eine der Zeitzeuginnen ist die Kielerin Inge Schröder, die den Untergang des Kraft-durch-Freude-Kreuzfahrt- und späteren Flüchtlingsschiffs „Wilhelm Gustloff“ überlebte. Ihre und weitere Berichte sollen in einer erweiterten Ausstellung 2016 gezeigt werden.

09.04.2015, 19 Uhr: Flandernbunker, Kiellinie 246, Kiel. Eintritt 4 Euro/erm. 3 Euro. Infos Tel. 0431/2606309.