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Kiel Kiel lehnt Feuerwerks-Verbot an Silvester ab
Kiel Kiel lehnt Feuerwerks-Verbot an Silvester ab
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09:30 28.12.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Feuerwerk mit Nebenwirkung: In der Silvesternacht wird besonders viel gesundheitsschädlicher Feinstaub freigesetzt.  Quelle: Rainer Pregla (Archiv)
Kiel

Silvester mit Sekt und Feuerwerk zu feiern, gehört für viele zur liebgewordenen Tradition. Doch die Zahl der Böller-Verweigerer ist laut jüngster Umfragen gestiegen, nicht zuletzt wegen der anhaltenden Diskussion über mögliche Dieselfahrverbote in Innenstädten und Luftverschmutzung. Einige Städte wie Hannover, Dortmund oder Düsseldorf haben, allerdings aus Sicherheitsgründen, bereits Feuerwerks-Verbotszonen eingerichtet. Andere Kommunen begründen Einschränkungen mit Tierschutz oder Brandgefahr.

Etwa 4500 Tonnen gesundheitsschädlicher Feinstaub (PM10) werden laut neuesten Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zum Jahreswechsel durch Raketen und Böller freigesetzt: Eine Menge, die etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegeben Feinstaubmenge entspricht. Deshalb rät das UBA Menschen, „die zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen möchten“, das persönliche Feuerwerk einzuschränken oder darauf zu verzichten. 

Stadt Kiel will keine Beschränkungen an Silvester

Ein Verbot oder eine Beschränkung von privaten Silvesterfeuerwerken ist in der Landeshauptstadt Kiel nicht angedacht. Hier gelte mit dem Sprengstoffgesetz eine bundesweite Regelung, die das ganztägige Zünden von Pyrotechnik ab dem 31. Dezember bis 1. Januar mit Ausnahmen erlaubt, teilte ein Sprecher mit. Allerdings müsse auch am Silvesterabend auf die Nachbarschaft Rücksicht genommen werden. Und: „Lärmbelästigungen durch Knallerei außerhalb der üblichen Zeiten für Feiern zum Jahreswechsel sind nicht erlaubt.“

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Umweltminister Jan Philipp-Albrecht rät zu teilweisen Verzicht

„Uns allen sollte klar sein, dass Silvesterfeuerwerk eine besondere Erhöhung der Feinstaubwerte zur Folge hat. Als vorübergehendes Ereignis spricht dies nicht generell gegen ein schönes Feuerwerk zur Jahreswende. Wer aber seiner Umwelt etwas Gutes tun will, sorgt mit dem zumindest teilweisen Verzicht sowohl für eine bessere Luftqualität in der Silvesternacht als auch für weniger Müll am Tag danach“, sagt Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

Feuerwerks-Hersteller: Wir produzieren möglichst umweltschonende Produkte

Etwa 25 Millionen Feuerwerksartikel stellt Branchenprimus Weco mit rund 460 Mitarbeitern an seinen drei Standorten Kiel, Eitorf und Freiberg her. Hauptbestandteil in Feuerwerkskörpern ist laut Sprecher Oliver Gerstmeier Schwarzpulver. Eine Hauptaufgabe als Hersteller sei es, „die einzelnen in unseren Produkten eingesetzten Bestandteile möglichst umweltschonend und nachhaltig zu gestalten“. Die Rezeptur für die Effektausprägung lasse sich nicht einfach abändern oder optimieren, „da wir bei minimalster Änderung die Zulassung für den jeweiligen Gegenstand verlieren würden“, sagte Gerstmeier.

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