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Kiel Totfund vermutlich nicht "Schwenteeny"
Kiel Totfund vermutlich nicht "Schwenteeny"
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09:40 02.07.2019
Von Kristiane Backheuer
Im Hafen Lippe zwischen Hohwacht und Behrensdorf machte KN-Leserin Karen Dietmair dieses Foto von einem toten Meeressäuger. Quelle: Privat
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Kiel

KN-Leserin Karen Dietmair fand am 23. Juni 2019 im Hafen Lippe zwischen Hohwacht und Behrensdorf die Überreste eines toten Wales. Sie vermutete gleich, dass das tote Tier ein Schweinswal ist und nicht wie von vielen befürchtet, der beliebte Delfin "Schwenteeny" sein könnte. Wochenlang hatte er die Schaulustigen an der Kieler Schwentinemündung entzückt, bis er Anfang Juni plötzlich verschwand. Seitdem wird in den sozialen Netzwerken immer wieder spekuliert, was aus "Schwenteeny" geworden ist.

Kadaverfoto zeigt eine andere Perspektive

KN-Leser Peter Weis hatte KN-online bereits in der vergangenen Woche ein Kadaver-Foto geschickt. Experten waren sich jedoch uneins, ob es sich bei dem abgebildeten Tier um einen Delfin oder einen Schweinswal handelt. Da die Aufnahme von Karen Dietmair das Tier von einer anderen Perspektive aus zeigt, ist sich der Kieler Walexperte Prof. Boris Culik nun ziemlich sicher, dass der Totfund ein Schweinswal ist.

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Rückenfinne deutet auf einen Schweinswal hin

"Die Rückenfinne scheint zu bestätigen, was die Kollegen schon meinten: Vermutlich ist es ein Schweinswal", so Culik. "Auf diesem Bild ist etwas deutlicher zu erkennen, dass diese nicht so stark gekrümmt und auch nicht so lang ist, wie bei einem gewöhnlichen Delfin. Allerdings sind beide Foto-Perspektiven sehr ähnlich."

Auf dem Foto sei der Kadaver weiter zerfallen, so Culik. "Ein Schnabel wie beim Delfin ist hier auch nicht erkennbar. Summasummarum würde ich sagen: Eher unwahrscheinlich, dass es sich dabei um ,Schwenteeny' handelt. Wollen wir hoffen, dass der in gutem Fahrwasser unterwegs ist."

Aktuelles Wal-Video aus Flensburg in den sozialen Netzwerken

Das Fahrwasser könnte durchaus die Flensburger Förde sein. Denn in den sozialen Netzwerken sind gerade zwei aktuelle Videos aufgetaucht, auf denen ein Meeressäuger in der Nähe von Flensburg augenscheinlich um ein Boot herum schwimmt.

Igen i dag en legekammerat på Flensborg fjord

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Delfin på førstedagen i Flensborg fjord

Gepostet von Palle Heinrich am Freitag, 28. Juni 2019

Nun hoffen alle Delfin-Fans, dass es sich um "Schwenteeny" handelt. Zuletzt hatte der Delfin nämlich unter einer Hautkrankheit gelitten, die vermutlich durch das Wasser der Schwentine hervorgerufen worden war. In der Flensburger Förde würde das Salzwasser dafür sorgen, dass sich die Haut wieder erholt.

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