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Kiel Baufirma fehlt für Tribünen-Neubau
Kiel Baufirma fehlt für Tribünen-Neubau
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10:43 02.10.2018
Von Marco Nehmer
Der Ausbau des Kieler Holstein-Stadions verzögert sich offenbar. Es hat sich kein Generalunternehmer auf die europaweite Ausschreibung gemeldet. Quelle: Sonja Paar (Archiv)
Kiel

Mitte September 2018 endete die Ausschreibung für den Neubau der ehemaligen Gästetribüne des Holstein-Stadions in Kiel. Nun zeigt sich: Die europaweite Suche nach einem Generalunternehmer war erfolglos. Kein einziges Bauunternehmen hat sich beworben.

Einen Bericht von „NDR 1“ bestätigte die Stadt Kiel gegenüber den Kieler Nachrichten am Montagabend. Holstein Kiel wollte sich dazu nicht äußern. Nun müssen Stadt und Verein umplanen – mit ungewissen Folgen für den Zeitplan, denn eigentlich sollte die neue Osttribüne zur kommenden Spielzeit 2019/20 fertiggestellt sein.

Ein Grund: Für diese Saison hat Holstein Kiel von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) noch eine Sondergenehmigung, auf Dauer ist das Holstein-Stadion aber zu klein für Zweit- oder Erstliga-Fußball. Ein weiterer: Es muss eine neue Ausschreibung geben. "Wir machen uns jetzt auf die Suche nach einem vergaberechtlich sicheren Verfahren. Das heißt, dass wir genau prüfen, was man genau in einer solchen Situation tun kann, um die Anforderungen des Vergaberechts einzuhalten", sagte Kiels Sportdezernet Gerwin Stöcken (SPD) dem NDR.

15.500 Zuschauer sollen ins Holstein-Stadion

Die neue Tribüne soll 4800 Zuschauern Platz bieten, das Fassungsvermögen damit auf 15500 erhöhen, was den DFL-Richtlinien entspräche. Für den Tribünen-Neubau sind etwa zwölf Millionen Euro veranschlagt, der geplante Gesamtumbau des Stadions wird mit 70 bis 90 Millionen Euro beziffert. Rund 25000 Zuschauer könnte das Holstein-Stadion dann fassen und im günstigsten Fall 2023 fertig sein. Ein großer Wurf – doch der Weg dahin ist steinig, wie die neueste Wendung zeigt.

Im Juli 2018 deutete sich bereits an, dass die neue Osttribüne des Holstein-Stadions vermutlich deutlich teurer als geplant wird. Kiels Sportdezernent Gerwin Stöcken (SPD) hat der Stadt Kiel eine Übersicht zur Kostenentwicklung präsentiert, die im schlimmsten Fall zusätzliche Ausgaben in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro umfasst. Stadt, Verein und Land waren 2017 davon ausgegangen, dass der erste große Schritt zum Umbau des Stadions 10,4 Millionen Euro kosten würde. Sieben Millionen Euro wollte das Land Schleswig-Holstein übernehmen, die verbleibenden 3,4 Millionen teilen sich Stadt Kiel und Holstein Kiel.

Mehr zum Thema gibt es auch auf Sportbuzzer.de, unter anderem stellen wir hier die Pläne für das neue Stadion vor.

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