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Kiel Holstenbummel: Feucht-fröhliches Bad in der Menge
Kiel Holstenbummel: Feucht-fröhliches Bad in der Menge
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22:14 21.06.2009
Kiel

Echt oder nur Verkleidung? Anja und Sylvia Mirowski kommen ungewöhnlich daher. In dunkelblauer Uniform und Polizeimütze bummeln die beiden Schwestern kurz nach der offiziellen Eröffnung über den Internationalen Markt und sorgen als „Promille Polente“ für Erheiterung an vielen Buden. Im Auftrag einer Agentur testen sie den Alkoholgehalt der fröhlich zechenden Besucher. Hermann und Kirsten Wolter aus Eckernförde machen den Spaß für je 3 Euro mit, sie haben sich bereits jeder einen Caipirinha und ein Bier genehmigt; 0,5 Promille verrät das Messgerät - das Ergebnis wird mit fröhlichem Gejohle kommentiert. Das Ehepaar wird mit dem Zug die Heimreise antreten, versichert Wolter. „Unsere Tests kommen super an. Die Leute freuen sich 'nen Keks“, erzählt Sylvia (19), bevor die Streife Richtung Asmus-Bremer-Platz zieht.

Allmählich füllt sich die Innenstadt, auf der Holstenstraße lässt es sich gegen 20.30 Uhr noch entspannt bummeln - um die fröhlich trommelnde Band „Dekawowo“ aus Togo bildet sich eine Traube, die Menschen fotografieren, filmen und lachen.

Der Alte Markt ist das erste Party-Epi-Zentrum des Abends - DJ Gary macht dem laut wummernden Song „Let's have a party“ alle Ehre. Im Takt der fetzigen Melodie wird getanzt, gehüpft, gesungen - und der legendäre Elvis-Hüftschwung dargeboten. Etwas abseits, aber nicht minder vergnügt, stehen Gabi, Maren, Janine und Rebecca. Sie wollen sich heute Abend „einfach treiben lassen. Wir sind flexibel. Mal gucken, was kommt“.

Die Dänische Straße hat ihren vornehmen Mantel abgelegt - statt edler Schaufensterauslagen ist eine Samba-Combo angesagt, die den brasilianischen Kampftanz „Capoeira“ zelebriert. Gegen den Menschenstrom stemmen sich Hans-Ulrich Uhlemann, Axel Bronnenkant und Jörg Ottinger. An ihren Strohhüten mit der Aufschrift „Havanna Club“ erkennt man zugleich ihr liebstes Erfrischungsgetränk. Die Bremer haben sich kein bestimmtes Programm auferlegt, sondern wollen „Spaß haben auf der Meile und die Stimmung genießen“.

21.30 Uhr: Im Prinzengarten, am Fuße des Kieler Schlosses, geht einem als Rheinländer das Herz auf. DJ Mandrake hat den kölschen Dauerbrenner „Viva Colonia“ auf dem Plattenteller: Hunderte Jugendliche hüpfen, Arm in Arm, mit bierstieren Blicken auf dem ramponierten Rasen. „Alles weitgehend friedlich bisher“, meldet Polizeihauptkommissar Kay Kramm. Besonders nach Mitternacht aber hatte die Polizei viel zu tun, bis gestern Morgen verzeichnete sie 180 Einsätze, 60 Strafanzeigen wurden gestellt. „Negativ fielen 50 rivalisierende Fußballfans in der Vorstadt auf, die die Feierlichkeiten zu einer handfesten Auseinandersetzung nutzten“, so die Polizei.

Wer gemütlich bummeln wollte, musste in der Innenstadt bleiben - auf der Kiellinie herrschte ein einziges Geschiebe und Gedränge.

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