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Kiel IHK: Empfang wie aus einem Guss
Kiel IHK: Empfang wie aus einem Guss
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18:00 25.06.2013
Von Martina Drexler
Armin Leppert (rechts), Mitarbeiter im Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei, demonstrierte den Teilnehmern des IHK-Empfanges, wie Gussformen hergestellt werden. Quelle: vr
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Kiel

Der Konsuln-Tag stand auch dieses Jahr ganz in der Tradition des gegenseitigen Austausches. IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater ermunterte in seiner Begrüßungsrede die Gäste – darunter Werner Giersch, Konsul für Antigua, Panamas Botschafter Ivan R. Porras Dela Guardia und IHK-Ehrenpräsident Prof. Hans-Heinrich Driftmann – zum „bilateralen Gespräch“ in zwangloser Atmosphäre. Doch so ganz ohne politische Anmerkung wollte er sie nicht in das weitere Programm entlassen. Seit Jahren, kritisierte er, habe die norddeutsche Wirtschaft die Politik angesichts der überalterten Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) vor den Folgen einer Sperrung gewarnt – leider vergeblich. „Wir brauchen eine Modernisierung des NOK aus einem Guss“, forderte er, ansonsten drohe ein massiver Wettbewerbsnachteil für den Norden. Ein weiteres Problem, nämlich lange Staus während der Bauphase, kommt nach Vaters Einschätzung durch den von der Wirtschaft eigentlich ersehnten Ausbau der A 7 auf Schleswig-Holstein zu. Verkehrliche Erreichbarkeit, Verlässlichkeit und Termintreue – diese „Grundlagen jeden erfolgreichen unternehmerischen Handelns“ seien dadurch in Gefahr.

 Doch trotz dieser Sorgen sieht Vater („Ich bin Optimist“) viel Licht am Horizont: Denn Schleswig-Holstein sei ein Land guter Ideen, verwies er unter anderem auf die Fachhochschule Kiel (FH). Deren Präsident Prof. Udo Beer rührte kräftig die Werbetrommel für die landesweit zweitgrößte Hochschule, ihre „exzellente Lehre, anwendungsorientierte Forschung, Kultureinrichtungen und ihre Verankerung in der regionalen Wirtschaft mit internationaler Ausrichtung“. IHK-Hauptgeschäftsführer Jörn Biel brachte Beers leidenschaftliche, für „Schleswig-Holsteiner eher untypische Vorstellung“ zum Schmunzeln.: „Sie machen nicht nur Gutes, Sie reden auch darüber.“

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 Gut über Kiel als Bildungshauptstadt sprach OB Susanne Gaschke: Kieler Woche sei nicht nur Segeln, Spaß, Sommerfest, sondern auch Schauplatz für spannende Diskussionen und international angesehene Auszeichnungen wie den Weltwirtschaftspreis. Doyen Volkert Knudsen dankte der Verwaltungschefin für ihren Einsatz, Kiel nach außen mit seinen Stärken zu präsentieren: Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt riet er, mit „Energie und Elan“ gemeinsam neue Wege zu gehen, um gute Ideen aus der Forschung schneller in die Praxis umzusetzen. Als Beispiel für einen gelungenen Transfer lobte er das E-Mobilität-Zentrum der FH. Deren Campus mit Computermuseum, Bunker D und Alte Gießerei stand auf dem Besichtigungsprogramm der Gäste, bevor sie mit der „Adler Princess“ zurückkehrten.