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Kiel Im Bann der Shaolin-Mönche
Kiel Im Bann der Shaolin-Mönche
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07:40 27.03.2014
Von Volker Rebehn
Shaolin-Mönche im Kieler Schloss: Bei ihren meditativen Übungen, Waffen- und Kampfdemonstrationen, Schaukämpfen und spektakulären Bruchtests stockte den Zuschauern immer wieder der Atem. Quelle: Volker Rebehn
Kiel

Die über 1000-jährige Geschichte des traditionellen chinesischen Kung-Fu zog alle in ihren Bann. Natürlich waren es zunächst die spektakulären und schier unglaublichen Kung-Fu-Übungen, die den Atem stocken ließen.

Ganz gleich, ob ein Mönch mit dem Rücken auf scharfen Schneiden lag, dann auf seinen Bauch ein großes Nagelbrett und darauf ein weiterer Mönch mit einer Steinplatte auf dessen Bauch gelegt wurde, um schließlich alles mit einem schweren Hammer zu zerschlagen, oder ein anderer Mönch sich kraftvoll gegen mehrere Lanzenspitzen am Kehlkopf und Rücken stemmte – alles schien den Mönchen nichts anzuhaben. Sie beherrschten ihre körpereigene Energie und schienen sie innerhalb ihres ganzen Körpers leiten zu können, um an diesem Teil schmerzfrei zu sein.

 Das ist die Erklärung dieser Fähigkeiten, aber begreifbar sind sie kaum. Unglaublich auch, wie geschmeidig und perfekt die zahlreichen Meister und Großmeister sowie Welt- und Landesmeister – und auch die Nachwuchskräfte – auf der Bühne mit den klassischen Waffen und ihrem eigenen Körper umgingen. Bis dahin dürfte es ein langer Weg gewesen sein. Nur ein jahrelanges, eisenhartes Training, verwurzelt in den Grundsätzen des Buddhismus, ermöglicht solche Leistungen. Auch dieser Aspekt nahm breiten Raum in der Show ein, ebenso wie die Darstellung der 1500-jährigen Tradition des Shaolin-Klosters. So ging es nicht nur um Effekthascherei. Die Zuschauer staunten zum Teil mit offenem Mund. Am Ende spendeten sie reichlich Applaus.