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Kiel Lernen, wie man richtig reanimiert
Kiel Lernen, wie man richtig reanimiert
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12:00 15.01.2019
Von Laura Treffenfeld
Schüler der Gelehrtenschule in Kiel zeigen an Übungspuppen, wie eine Reanimation funktioniert. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Damit sich Kollegen, Freunde, aber auch die Kleinen aus der Familie zutrauen, im Notfall zu reanimieren, müssen sie lernen, wie man das richtig macht. Genau darum kümmern sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit der Aktion „Prüfen.Rufen.Drücken.“ und das Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (Irun) vom UKSH mit der Aktion „Schüler retten Leben“.

Ab der siebten Klasse wird das Projekt "Schüler retten Leben" geschult

Die Schüler der Gelehrtenschule in Kiel kennen sich bereits bestens aus. Im November 2018 fand hier die erste Ausbildung für Schüler der siebten und achten Klassen statt. Die Schule ist jetzt eine von zwölf, die in Schleswig-Holstein bei „Schüler retten Leben“ mitmachen.

100-mal in der Minute soll bei einer Reanimation gedrückt werden

Siebtklässlerin Marei ist 13 Jahre alt und weiß genau, wo man den Druckpunkt bei einer Person für die Wiederbelebung findet: „Also auf unseren Übungspuppen ist ja so ein Feld aufgezeichnet. Aber bei einem echten Menschen muss man einfach mittig auf dem Brustkorb ansetzen." Sie und ihre Klassenkameraden zeigen an einer kleinen Übungspuppe, wie das geht: Die eigenen Hände übereinanderlegen, Finger verschränken und dann mit ausgestreckten Armen über den Handballen drücken. 100-mal in der Minute.

Lob ging an die Schüler

UKSH-Vorstandsvorsitzender Jens Scholz lobte den Einsatz der Schüler: „Man kann bei der Ersten Hilfe im Grunde nur eines falsch machen, nämlich gar nichts tun.“ Es sei ein Erfolg, wenn Kinder, aber auch Erwachsene ohne Angst an Erste Hilfe herangingen.

Finanzielle Förderung läuft nun aus

BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss weiß, dass die finanzielle Förderung des Projektes, die bislang aus einem UKSH-Topf stammte, nun ausläuft. „Wir wünschen uns, dass die Reanimations-Schulungen fester Bestandteil des Lehrplans in Schleswig-Holstein werden. Dann könnten diese über das Land finanziert werden.“ In der Zwischenzeit könne man sicher mit Geldern aus Fördervereinen überbrücken. „Aber bis das Land die Reanimation in den Lehrplan integriert, kann es noch Jahre dauern“, so Thaiss.

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