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Kiel Städtisches eröffnet neuen Kreißsaal
Kiel Städtisches eröffnet neuen Kreißsaal
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07:01 13.06.2018
Von Christian Trutschel
Die Beleghebammen Ute Bringmann (links) und Martina Piol sowie der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. André Hohn, im neuen Kreißsaal im Städtischen Krankenhaus Kiel. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Das SKK war auch im vergangenen Jahr mit fast 2000 Geburten geburtenstärkste Klinik in Schleswig-Holstein. Die Mütter kamen aus Kiel und Umgebung. „Wir haben zwar keine Schwangeren abweisen müssen“, betonte Hohn, „mussten aber zum Beispiel die Mütter schneller auf die Wochenbett-Station verlegen.“ Auch die Frauenklinik des UKSH, Campus Kiel, spürt den Trend. „Wir haben die höchste Geburtenrate seit 20 Jahren“, erklärte gestern Direktor Prof. Nicolai Maass. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sei jedoch räumlich und personell gut ausgestattet, die Kapazitätsgrenze nicht erreicht.

Mehr Erstgebärende, mehr ältere und mehr kranke Schwangere

Im SKK, wo ein Team von 30 freiberuflichen Hebammen eng mit den 18 Ärzten der Frauenklinik zusammenarbeitet, liegen Kreißsäle, Wochenbettstation und der Zentral-OP im ersten Stock nah beieinander, „optimal für Versorgung und Sicherheit“, so André Hohn. „Der Betreuungsaufwand ist höher geworden. Wir haben mehr Erstgebärende, mehr ältere Schwangere und mehr Schwangere mit Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck. Dadurch steigt auch der Überwachungsaufwand.“

Anteil der Kaiserschnittgeburten steigt

In den Industrieländern ist der Anteil von Geburten per Kaiserschnitt (Sectio) an der Gesamtzahl der Geburten in den vergangenen 20 Jahren stark angestiegen. Knapp unter 32 Prozent sind es im Bundesdurchschnitt, fast jede dritte Frau entbindet aus unterschiedlichen Gründen nicht auf natürlichem Wege. Im SKK beträgt die Kaiserschnittrate lediglich 27 Prozent, wie auch im UKSH stieg dort der Anteil von Spontangeburten. Ute Bringmann und Martina Piol, leitende Beleghebammen im SKK, bestätigten, dass der Betreuungsaufwand gestiegen sei. Weniger Frauen als früher kämen heute mit Wehen in den Kreißsaal, und häufiger würden Wehen eingeleitet. „Wir sind glücklich, dass wir einen Kreißsaal mehr haben und ein Überwachungszimmer, das den neuesten Überwachungsansprüchen entspricht.“

Eine halbe Million Euro hat das SKK in den Umbau investiert. Die Planungsphase dauerte drei Jahre. Aus dem Hebammen-Budget finanziert wurde die Lichtdecke – ein Glasbild über dem Entbindungsbett. „Das war uns ein Anliegen“, erklärte Martina Piol.

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