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Kiel E-Autos bekommen weitere Steckdose
Kiel E-Autos bekommen weitere Steckdose
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20:45 11.01.2017
Von Anne Steinmetz
Sie freuen sich über die neue E-Ladesäule in der Mittelstraße (v. li.): Jan Christoph Kersig, Philipp Kersig (beide Kersig Immobilien und Die Holtenauer), Anja Kreißler (Tiefbauamt), Sönke Schuster und Cornelia La Loggia (beide Stadtwerke). Quelle: Frank Peter
Damperhof

„Wir freuen uns sehr über die neue Ladesäule an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt“, sagt Jan Christoph Kersig, Geschäftsführender Gesellschafter von Kersig Immobilien und Mitglied der „Holtenauer“. Fahrradfahrer, Fußgänger, Autofahrer und die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel seien am Dreiecksplatz und der Holtenauer Straße unterwegs, da sei es nur folgerichtig, dass man an einem so belebten Ort nun auch die Möglichkeit hat, sein Elektroauto aufzuladen. „Uns freut es natürlich auch, dass diese Tankmöglichkeit in unmittelbarer Nähe zu den Arkaden und der Holtenauer Straße liegt und die Leute, während sie ihr Auto aufladen, noch kurz bummeln gehen können“, sagt Kersig.

Nutzung mit der App

Die neue Ladestation für E-Autos ist die dritte, die die Stadtwerke Kiel im öffentlichen Raum in Betrieb nehmen. Außer in der Mittelstraße, gibt es weitere Stationen am Wilhelm- und am Blücherplatz. Das Tanken ist derzeit an allen Säulen kostenlos. Das wird sich in den kommenden Monaten allerdings ändern. Die Stadtwerke arbeiten an einer App, die das Bezahlen an den Ladestationen ermöglichen soll. „Wir rechnen damit, dass die App im Frühjahr an den Start geht“, sagt Stadtwerkesprecher Sönke Schuster.

Dann ist es Nutzern der App möglich, an allen Stationen in Kiel und Hamburg zu tanken und zu bezahlen. „Man muss kein Stadtwerk-Kunde sein, um sich die App runterzuladen. Das ist für alle möglich“, betont Schuster. Allerdings kann man sie nicht deutschlandweit nutzen und auf diesem Weg an allen Elektro-Zapfsäulen tanken. „Das Bezahlsystem ist im Moment sehr kompliziert. Das Ziel muss langfristig sicherlich sein, eine deutschland- oder sogar europaweit einheitliche App oder andere Zahlungsmöglichkeit zu entwickeln“, so Schuster.

Gegebenenfalls Fahrzeuge abschleppen

Oft kommen die Besitzer von Elektrofahrzeugen aber gar nicht dazu, ihr Auto aufzuladen. Denn viel zu oft werde die Aufladestation als Parkplatz von Autos mit Verbrennungsmotor genutzt, erzählt Anja Kreißler, Mitarbeiterin des Tiefbauamtes. „Mich hat neulich eine Frau aus Stuttgart angerufen, die in Kiel zu Besuch war und mit dem Elektroauto gekommen war. Sie wohnte in der Nähe des Blücherplatzes und wollte dort ihr Auto aufladen.“ In den sechs Tagen sei die Ladesäule immer zugeparkt gewesen, sodass sie ohne zu tanken wieder abfahren musste. „Das geht natürlich nicht. Deswegen wird das Ordnungsamt jetzt verstärkt vor den Ladesäulen kontrollieren.“ Gegebenenfalls werden die Fahrzeuge abgeschleppt.

„Auf Dauer kann eine Ladesäule so nicht wirtschaftlich betrieben werden“, sagt Kreißler. Das Zuparken der Ladestation verhindere außerdem den weiteren Ausbau der E-Mobilität. „Wenn man nicht problemlos auftanken kann, ist die Hemmschwelle viel größer, sich ein Elektroauto zu kaufen.“ Dabei sei es wichtig, dass immer mehr Elektroautos auf Kiels Straßen fahren, um den Kohlendioxidausstoß zu senken. „Das Ziel ist, dass bis 2050 in Kiel nur noch Elektrofahrzeuge unterwegs sind.“

Dieses Ziel wollen auch die Stadtwerke unterstützen. „Es geht uns natürlich darum, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Deswegen werden die Ladesäulen auch zu 100 Prozent mit Ökostrom gespeist“, sagt Sönke Schuster. In den kommenden zwei Jahren wollen die Stadtwerke die Angebot an Ladestationen deutlich ausbauen. Elf weitere Ladesäulen sollen bis dahin ans Netz gehen, das sehe der langfristige Ausbauplan vor. Vorraussichtlich im Sommer werden die nächsten Säulen in Betrieb genommen.

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