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Kiel Bombe zerstörte Minigolfanlage
Kiel Bombe zerstörte Minigolfanlage
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14:00 27.02.2019
Von Jürgen Küppers
Bahnwart  René Lagerquist zeigt, welche Schäden die kontrollierte Bombensprengung auf dem Platz des MGC Olympia hinterlassen hat. Viele Bahnen haben durch die Explosion Risse oder Löcher bekommen. Folge: Die Spieler des Vereins müssen auf anderen Plätzen trainieren. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel-Gaarden

Bahnwart René Lagerquist blutet noch immer das Herz, wenn er über das verschlammte Gelände mit den Metallgerippen stapft, in denen einst die Bahnplatten lagen. „Doch die Wucht der Explosion war so stark, dass die Platten entweder gerissen sind oder Löcher bekommen haben.“

Spieler haben jetzt Trainingsnachteile

Bislang war völlig unklar, wie es nach den katastrophalen Folgen der kontrollierten Sprengung der Fliegerbombe für den Verein weitergehen soll. Weil viele Bahnen unbespielbar sind, müssen sich die Minigolf-Sportler Ausweichplätze zum Training suchen. Schließlich spielen sie in der zweiten und dritten Bundesliga.„Das ist natürlich ein starker Trainingsnachteil, aber es geht nicht anders“, berichtet Platz-Geschäftsführerin Cornelia Lemke.

Aus eigener Kraft könne der MGC Olympia die Sanierung des Platzes mit geschätzten Materialkosten von 40.000 Euro jedenfalls nicht stemmen. Die Hilferufe des Vereins fanden inzwischen Gehör bei der Stadt. „Wir werden die 40.000 Euro gewähren, wenn der Verein die Anlage im Gegenzug in Eigenleistung wiederaufbaut“, erklärt der Amtsleiter für Sportförderung, Ralf Hegedüs. Schließlich komme keine Versicherung für Folgen einer Bombenentschärfung auf.

Es war die gefährlichste Bombe seit Jahrzehnten

Und die hatte es in sich. „Das war eine der gefährlichsten Bomben der vergangenen Jahrzehnte“, betonte Polizeisprecher Oliver Pohl kurz nach der kontrollierten Sprengung im Dezember. Denn die 250-Kilo-Bombe in vier Metern Tiefe mitten auf dem Minigolfplatz hätte jederzeit von alleine explodieren können. Grund: Der Blindgänger konnte nicht entschärft werden, weil er über einen Langzeitzünder verfügte und der Schlagbolzen bereits vorgespannt war.

Minigolfverein sucht dringend Helfer

Trotz der zugesagten Finanzhilfe der Stadt ist das Problem aber noch nicht gelöst. „Natürlich wollen wir mit anpacken, um den Platz wieder herzurichten“, erklärt Cornelia Lemke. Wie das geschehen soll, bleibt aber ungewiss. „Denn wir haben vor allem für Pflaster- und Tischlerarbeiten am Kassenhaus keine Fachleute in unseren Reihen.“

Wer dem Verein bei der Herrichtung der Anlage helfen möchte, kann sich bei Cornelia Lemke unter der Telefonnummer 0176/56674575 melden.

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