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Kiel Holstein Kiel will mit Bedacht bauen
Kiel Holstein Kiel will mit Bedacht bauen
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19:02 25.04.2018
Von Niklas Wieczorek
So soll die neue Tribüne im Holstein-Stadion aussehen. Quelle: AX5 Architekten
Kiel

Mit einer Dachspitzenhöhe von 27,01 Meter wird die Tribüne mehr als doppelt so hoch wie die übrigen: Spätestens Anfang Juni, nach einem möglichen Relegationsspiel, will Holstein Kiel sein Stadion für eine große Zukunft ausbauen. Begleitet von Ulrike Pollakowski, Ortsvereinsvorsitzende in der Wik, erläuterten KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke und Architekt Arne Ohlf, etwa 30 Anwohnern und Fans im Holsteiner, was sie voraussichtlich bis zum Saisonbeginn 2019/2020 begleiten wird.

Etwa 30 Interessierte waren der Einladung des Vereins ins Holsteiner am Stadion gefolgt.

Der Umbau wird mit dem Abriss der alten Ost-Traverse für Gäste eingeleitet. Die stehen ab kommender Saison in der nördlichsten Spitze des Stadions, den Blocks L1 und L2, und sitzen in einem kleinen Teil des Blocks K. Die Anreise soll aus dem Norden über die Projensdorfer Straße und einen dort neuen Vorplatz erfolgen, auf den die Shuttle-Busse vorfahren können. Der Eingang führt dann über das ehemalige Gelände des China-Restaurants hinter dem Neubau ins Stadion.

Tribüne wird komplett umschlossen sein

Und diese neue Tribüne hat es in sich: Über 5000 Holstein-Fans sollen insgesamt dort Platz finden – unten stehen, oben sitzen. Ob es dann nicht mehr Licht- oder Lärmemissionen gebe, wollte ein Anwohner wissen: "Nein, mit der Tribüne erreichen wir eine Verbesserung der Ist-Situation", sagte Arne Ohlf, "organisatorisch, baulich und bezüglich des Lärms. Wir haben es so geplant, dass die Fassade komplett geschlossen ist." Und Schwenke ergänzte: "Wir wollen langfristig immer mehr Strahler am Dach befestigen."

Strahlen soll auch die Organisation. "Hier werden Millionen verbaut: Warum baut man das alles den Anwohnern vor die Nase?", wollte ein Kritiker wissen. Vielmehr sei geplant, die Freiheiten der Anwohner zu erhalten, sagte Schwenke. Außer bei Risiko-Spielen soll die Durchfahrt vom Westring zur Projensdorfer Straße frei bleiben, umliegende Straßen für's Parken dicht sein – und dafür auch für Heimfans neue Shuttle-Bushaltestellen am Westring vor dem Stadion eingerichtet werden, schon zur kommenden Saison. Besonders stolz war Schwenke auf bis zu 30 barrierefreie Rollstuhl-Plätze auf der neuen Tribüne – und auf den Dialog mit Stadt und Anwohnern. "Mit seinen Nachbarn hat man eben nicht gerne Stress."

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