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Kiel Holstenfleet: Jetzt wird wirklich gebaut
Kiel Holstenfleet: Jetzt wird wirklich gebaut
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07:01 21.03.2018
Von Jürgen Küppers
Zumindest die groben Umrisse der beiden Becken des Holstenfleets links und rechts der Holstenstraße (Bildmitte) sind aus der Luft schon ganz gut erkennbar. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Udo Weißel hat sich bereits erlaubt, vom fertigen Holstenfleet zu träumen. Schließlich füllte in der vergangenen Woche schon mächtig viel Grund- und Regenwasser die Baugrube. Und wenn der Tiefbauamt-Abteilungsleiter nicht ganz so genau hinschaute, bekam er einen angenehmen Vorgeschmack auf die mögliche Wirkung des Innenstadtgewässers: Die Fensterfronten der Häuser reflektierten und verstärkten das Sonnenglitzern des Wassers, fluteten die Innenstadt mit warmem Licht.

Aus dem Boden ragen derzeit außer alten Fundamentresten auch merkwürdige Holzlatten, die mit rosa Leuchtfarbe besprüht sind. „Das sind Markierungen für den Kampfmittelräumdienst“, erklärt Bauleiter Arne Brach. Gefunden haben die Spezialisten bislang aber nichts Gefährliches, „nur Müll aus Metall“.

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Sind auch die letzten Stellen sondiert, beginnt für die Arbeiter voraussichtlich Ende kommender Woche die eigentliche Bauphase. Dann rücken mächtige Spezialfahrzeuge an, um Stahlrohre teilweise mehr als 20 Meter tief in den Grund der Baugrube hinein zu drehen. Aus ihnen werden Betonpfähle, die die Becken des Fleets vor Absackungen oder Rissbildungen  schützen sollen.

Fertigstellung des Hörnbades verzögert sich weiter

Auf der zweiten städtischen Großbaustelle kämpfen Planer und Handwerker unterdessen gegen einen mittlerweile erheblichen Zeitverzug. Auf Nachfrage räumte die Verwaltung ein: Die bislang für Ende Mai erwartete Fertigstellung des Hörnbades lässt noch länger auf sich warten. Bis wann genau, ließ der Sprecher der Stadt allerdings offen.

Auch auf dem C&A-Areal geht es nicht weiter

Ebenfalls im Verzug sind die Arbeiten auf dem Areal des inzwischen komplett abgerissenen C&A-Gebäudes. Als Grund dafür nennt die Stadt Probleme bei der Vergabe der Bauarbeiten an einen Generalunternehmer. Hintergrund dafür seien die stark gestiegenen Preise im Baugewerbe. Der Investor des 50-Millionen-Euro-Projekts am Bootshafen, die Deutsche Immobilien AG, war für eine Stellungsnahme zur Bauverzögerung nicht erreichbar.

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