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Kiel 30 neue Arbeitsplätze für Kiel-Hassee
Kiel 30 neue Arbeitsplätze für Kiel-Hassee
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17:17 25.09.2019
Von Jennifer Ruske
Das zweigeschossige Gebäude des neuen Instituts für Hämatopathologie in der Gärtnerstraße steht schon, der Innenausbau läuft auf Hochtouren, das Außengelände wird gerade gärtnerisch gestaltet. Im Januar soll in Hassee die Arbeit in den Laboren aufgenommen werden.Jennifer Ruske Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Was die Ärzte in der Kieler Filiale des Hamburger Unternehmens für Arbeit leisten werden, erläuterte Dr. Markus Tiemann, einer der drei Geschäftsführer, während der Sitzung des Ortsbeirates Hassee/Vieburg. Seit 2004 gibt es das private Institut für Hämatopathologie in Hamburg. Dort kümmern sich Ärzte, Biologen und Medizinisch-Technische Assistenten und andere unter anderem um die pathologische Diagnostik von Leukämien und Lymphomen. Kurz gesagt: In den Laboren werden Gewebeproben untersucht, die von Kliniken oder Ärzten eingereicht werden.

Auch Medikamente können helfen

„Durch die Untersuchung können wir bestimmen, um welche Art oder Mutation von Tumor es geht. Wenn die bekannt ist, kann ein behandelnder Arzt entsprechende Behandlungsschritte einleiten. Das muss nicht immer Chemotherapie sein, auch Medikamente können in verschiedenen Fällen helfen“, erklärt Tiemann, dessen Team sich auch mit Forschung und Entwicklung befasst. All diese Arbeit soll ab 2020 auch in Kiel stattfinden. „Die Landeshauptstadt ist für uns als Standort interessant, weil wir von hier aus unsere Kunden im Norddeutschen Raum noch besser und schneller versorgen können“, so Tiemann. Dafür sei der Standort Hassee mit seinen guten Anschlussmöglichkeiten – die Autobahn liege in unmittelbarer Nähe – sehr gut geeignet. Die Nähe zur Universität bewertet Tiemann ebenfalls als sehr positiv. „Wir werden nicht nur 20 bis 30 neue Mitarbeiter einstellen und junge Menschen ausbilden, sondern auch für Studierende der Medizin oder der Naturwissenschaften offen stehen, die ihre Bachelorarbeiten schreiben wollen.“

Arbeiten laufen seit 2017

Seit Mitte 2017 laufen die Arbeiten auf dem Grundstück in der Gärtnerstraße/Ecke Hasseer Straße. Bauherrin ist die WD Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, das Institut für Hämatopathologie wird Mieter des L-förmigen, zweigeschossigen Komplexes. „Wir werden rund 4,5 Millionen Euro für den Innenausbau, die Einrichtung der Räume und Labore sowie die Geräte investieren“, sagt Tiemann. Gefördert wird das Unternehmen mit 300.000 Euro durch das Landesprogramm Wirtschaft. Darin sind Fördermittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des Landes gebündelt.

Tag der offenen Tür geplant

Am Parkplatz wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. 30 Stellplätze entstehen vor der Tür,  drei davon mit E-Ladestationen, sowie 35 Fahrradstellplätze. Ende November soll der Innenausbau des Gebäudes fertig sein, im Dezember werden Geräte aufgebaut, damit im Januar die Arbeit in den Laboren starten kann. Einen Tag der offenen Tür plant das Unternehmen ebenfalls. Auf diese freut sich schon  der Ortbeirat, der die Ansiedlung des Labors im Stadtteil sehr begrüßt.

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