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Kiel 100 Bürger nutzten das Forum
Kiel 100 Bürger nutzten das Forum
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18:27 31.05.2018
Von Niklas Wieczorek
Im Kulturforum war ein Luftbild der Stadt Kiel ausgelegt. Von hier machten sich die Bürger auf den Weg durch die Innenstadt. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Kiel habe "eine sich mit hoher Qualität wandelnde Innenstadt", sagte Stadtbaurätin Doris Grondke zur Begrüßung und wandte sich an die Besucher: "Für konkrete Maßnahmen brauchen wir Sie: Ihre Meinungen und Vorschläge." Integriertes Entwicklungskonzept ist das damit verbundene Fachwort. Einerseits für die Beteiligung der Bürger, andererseits dafür, dass es um alle Themen von Aufenthaltsqualität bis Verkehr geht.

Kieler müssten noch mehr ans Wasser können

Das Bürgerforum am Mittwoch war der Auftakt: Stadtplanungsamt und das Dortmunder Büro Scheuvens und Wachten hatten schon am Nachmittag zu zwei Themenrundgängen durch Kiel geladen. Ein Thema: Wasser. "Von hier sieht man, was Kiel ausmacht", sagte Daniela Fink von Scheuvens und Wachten auf der Aussichtsplattform am Schwedenkai: Schiffe, die Förde. Und dass man hier überhaupt etwas sehen könne, sei schon ein enormer Vorteil, erinnerte sich der Kieler Tim Schwabedissen: "Die gesamte Hörn war früher zu." Uwe König vom Förderkreis Kieler Altsadt mahnte aber an, dass es der Stadt sicher gut täte, noch mehr erlebbare Zugänge zum Wasser zu schaffen. Beste Beispiele seien die positiven Effekte des Bootshafens. Nächstes Projekt: das Holsten-Fleet.

Kiel stellen sich zahlreiche Herausforderungen

Am Abend legte Prof. Kunibert Wachten dann zunächst dar, welche Herausforderungen sich Kiel stellen: "Wir haben den Eindruck, es gibt drei unterschiedliche Innenstadtbereiche: Bahnhofsviertel, Geschäftszentrum und Altstadt." Aufgabe sei es, diese mit ihren unterschiedlichen Stärken vor dem Hintergrund von Online-Handel und Verkehrswandel unter einen Hut zu bringen. Deshalb sei es auch ein integriertes Entwicklungskonzept. Vorschläge dazu konnten Bürger anschließend an Tafeln anbringen. Ideell: "Ich würde mich über thematische Pfade freuen – zu Werten, die Kiel prägen, wie Weltoffenheit", sagte Lars Rudolph. Oder ganz konkret: "Das Liegestuhlkonzept im Hiroshimapark ist total schön. Mehr davon", regte Antje Knossalla an. Die Möglichkeit, Ideen anzubringen, wurde rege genutzt.

Noch bis zum 15. Juli können Vorschläge auch online eingereicht werden. Dann erstellen die Planer ein Konzept, das erneut den Bürgern vorgelegt wird. Infos dazu und die Möglichkeit zur Beteiligung finden Sie hier.

Etwa 100 Kieler brachten Ideen und Anregungen zur Innenstadt ein.
Frank Behling 31.05.2018
31.05.2018
Frank Behling 31.05.2018